Beilagenteller: Kündige doch! – Runways transparente Mail
Ich bin unschlüssig und möchte mein Fragezeichen mit Euch teilen. Vielleicht antwortest Du mir ja sogar in den Kommentaren. Würde mich freuen. Worum es geht? Ich habe eine Mail bekommen von Runway. Das KI-Videoprogramm testen wir regelmäßig – mal mehr, mal weniger. Der Inhalt der Mail: transparenter geht es nicht. Vielen Dank dafür, liebes Vertriebsteam von Runway.
Aber muss ich als Firma meinem Kunden wirklich sagen: Möchtest Du Dein Abo kündigen? Dann klick einfach auf den Link. Ich beschwere mich normalerweise, weil es so kompliziert ist zu kündigen – aber wie einfach muss ich es dem Kunden machen?
Fakt ist: Ich habe dank der Erinnerung gekündigt. Wir brauchen es aktuell nicht, es kostet unnötig monatlich Geld, und wenn ich wieder testen will, kann ich per Klick buchen. Aber nochmal zu meiner Frage: Wie einfach muss/kann ich es einem Kunden machen?
Diese Mail monatlich von einem Fitnessstudio und KEIN Konzept würde funktionieren. Also was ist besser: Vertrauen ins eigene Produkt und transparente Kommunikation oder lange Verträge und keine Information? Wir haben für uns beim OctopusCreator den Mittelweg gefunden: monatlich kündbar, immer transparent in allen Kosten, aber ich erinnere den Kunden nicht daran, dass er noch kündigen kann. Deine Meinung?
In eigener Sache: Neues vom Octopus – Analyser & Publisher
Bisschen ruhig geworden in den letzten Tagen? Geht uns etwa die Luft aus? Klares Nein. Im Gegenteil. Von den Insights beim Creator inspiriert haben wir den OctopusAnalyser gebaut, der befindet sich gerade mit dem ersten Kunden in der Testphase. Dabei analysieren wir die eigenen Social-Media-Kanäle (inkl. Paid-Kampagnen), aber auch die des Wettbewerbs, schauen nach passenden Branchentrends und Themen; die KI wertet alles aus, fasst zusammen und gibt Tipps. Noch nicht fertig, aber schon ganz cool. Bei Interesse einfach melden.
Schon alles? Nein. Wir arbeiten auch an unserem Publisher: vollautomatisierte Content-Erstellung zu einem Thema. Dabei wird alles zu einem bestimmten Thema durchsucht, die Informationen laufen in ein Dashboard. Ist ein Unterthema spannend, stößt man die zweite Recherche nur zu diesem Thema an, die KI macht automatisch daraus fertige Texte, Bilder und demnächst Videos und bedient als Publisher sämtliche Kanäle wie Website, Newsletter, Social-Media und mehr. Hier sind wir noch sehr früh, aber der Publisher hat uns ganz schön angefixt. Wir werden berichten.
Also, bleib dran, nächste Woche gibt es ein Update.
KI-Corner: Telekom zeigt das KI-Phone
Smartphone in die Hand nehmen, FaceID und dann ab in die Top-5-App-Favoriten. Diesen Weg kennen wohl die meisten Smartphone-User – unabhängig davon, von welchem Anbieter das Endgerät ist. Das könnte sich bald ändern. Zumindest wenn es nach der Deutschen Telekom geht, sind Apps Vergangenheit. Und ehrlich gesagt, glaube ich das auch.
Auf dem nächsten eigenen Smartphone der Deutschen Telekom sollen die Nutzer von einer künstlichen Intelligenz empfangen werden. Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona präsentiert der Telekommunikationskonzern die nächste Generation des sogenannten T-Phones, das als „KI-Phone" inszeniert wird.
„Nach den Sprachbefehlen des Nutzers oder der Nutzerin kann der KI-Assistent Anrufe beginnen, Mails schreiben, Kalendereinträge machen, ein Taxi bestellen oder auf dem Display Hinweise zu guten Restaurants in der Nähe geben oder Vorschläge zu passenden Geschenken machen", sagt Telekom-Technikvorständin Claudia Nemat im Spiegel.
Hinter dem neuen Assistenten steckt die Technik des US-Anbieters Perplexity AI. Spannend. Ich erinnere mich an eine Diskussion, die Jahre zurückliegt, bei der im Ergebnis stand: Apps sind nur eine Übergangslösung, Sprache mit KI ist die Zukunft. Lange her, jetzt sind wir in der Zukunft.
Passend zu der Kooperation bekomme ich auch schon Werbung auf Social-Media ausgespielt: „Besser antworten mit Perplexity" – was Google dazu wohl sagt!
Spiegel: Telekom will Handy-Startbildschirm durch KI revolutionieren
KI-Corner: KI-Übersicht bei Google
Was Google zur Kooperation der Deutschen Telekom mit Perplexity sagt, wissen wir nicht, aber ein anderes Thema nimmt nun endlich auch in Europa Fahrt auf. Die AI Overviews, in den USA bereits seit einem Jahr live, wurden nun auch in Deutschland gesichtet. Nach der Suchanfrage kommen automatisierte Antworten direkt in Google, gekennzeichnet mit „Übersicht mit KI". Wie viel Potenzial dieses Thema hat, ganze Märkte zu verändern, hat die Firma Chegg gespürt, die gerade Google verklagt. Durch die KI-Antworten verbleibe nun Traffic bei Google, der eigentlich der Lernplattform gehöre, so das Unternehmen in einem Statement. Cheggs Marktkapitalisierung an der Börse betrug zu Spitzenzeiten 14 Milliarden US-Dollar; nun liegt sie bei nur noch 100 Millionen US-Dollar, steht bei OMR. Einiges in Bewegung im Bereich „suchen" und „finden".
OMR: Google AI Overviews / Übersicht mit KI in Deutschland
KI-Corner: Akzent weggezaubert
Auch wir testen aktuell viel im Bereich Voice. Noch sind wir nicht ganz überzeugt von den Ergebnissen, aber die Qualität wird täglich besser. Meine These: Ende des Jahres wird der First-Level-Support, Bestellannahme und Terminvereinbarung mit KI zu lösen sein.
Der große Call-Center-Betreiber Teleperformance sieht das wohl anders. Er investiert zwar massiv in KI, aber diese soll die Menschen eher unterstützen als ersetzen. Dazu hat der Callcenter-Konzern nach eigenen Angaben 13 Millionen US-Dollar in Sanas investiert, ein kalifornisches Start-up. Sanas hat ein KI-System entwickelt, das Akzente in Echtzeit abschwächt und gleichzeitig Hintergrundgeräusche ausfiltert, steht es bei Heise. Spannend und nobel, diesen Weg zu gehen, und mit Sicherheit im ersten Schritt auch eine große Hilfe – aber ob es auf Dauer wirklich bei diesem Schritt bleibt? Meine These: Bald sind die Menschen weggezaubert.
Heise: KI verhilft Callcenter-Mitarbeitern in Echtzeit zu akzentfreier Sprache