KI im All: Chinas galaktisches KI-Projekt
Durch Zufall stolperte ich in einem Wartezimmer sitzend über den Artikel im Handelsblatt mit der Überschrift: „China startet ein galaktisches KI-Projekt" – mir war nicht so richtig bewusst, dass sowohl China als auch demnächst die USA gigantische Rechenzentren im Weltraum bauen. Und das Projekt ist riesig! Am Ende plant das chinesische Unternehmen ADA Space den Aufbau eines Netzwerks von insgesamt 2.800 Satelliten-Supercomputern. Die ersten zwölf Satelliten des ambitionierten Projekts wurden letzte Woche in die Erdumlaufbahn gebracht.
Jeder einzelne der zwölf Satelliten wurde laut Space News mit einem hochmodernen KI-Modell ausgestattet, das über 8 Milliarden Parameter verfügt. Die Rechenleistung pro Satellit betrage 744 Tera-Operationen pro Sekunde (TOPS). Das ergibt in Summe eine gemeinsame Leistung von 5 Peta-Operationen pro Sekunde (POPS). Zum Vergleich: Diese Leistung übertrifft die Anforderungen eines Microsoft-Copilot-PCs um mehr als das Hundertfache laut Trending Topics.
Ich kann das alles weder greifen noch einordnen, aber die Aussage von Marc Andreessen – in 20 Jahren läuft die Welt auf AI aus China oder den USA – macht schon Sinn, oder?
Zum KI-Briefing im Handelsblatt · Zum Bericht bei Trending Topics
KI: Gestik, Mimik, HeyGen!
Während die ganze Welt – uns inklusive – aktuell vor allem VEO 3 von Google testet, machen andere Video-Tools ebenfalls große Fortschritte, die du nicht verpassen solltest. Ein Programm, mit dem wir sogar relativ viel machen, ist HeyGen. Perfekt für Erklär-Videos, super einfach zu bedienen, Übersetzungen in alle Sprachen und auch sehr gute Avatare. Was bislang immer ein bisschen komisch aussah, waren Gestik und Mimik dazu. Die wirkten wie aus einer Parallelwelt. Aber auch dieses Thema hat nach einem Update einen gewaltigen Sprung gemacht. Oder wie findest du das Beispiel?
KI-Stimme: Bitte schreien, ElevenLabs
Marco, du kannst mir erzählen, was du willst, ich erkenne immer, wenn mich ein KI-Voice-Agent anruft. Okeeee! Schon das neue Modell v3 von ElevenLabs angehört? Solltest du mal machen. Auf der Seite gibt es zahlreiche Beispiele und Einsatzmöglichkeiten. Mal abgesehen davon, dass die Stimmen immer besser werden, kannst du jetzt auch genaue Anweisungen geben. Schreien, lachen, aufgeregt: Der Sprecher übernimmt es direkt und ändert seine Tonalität. Dadurch erzielst du unfassbare Ergebnisse – und Radiosender nehmen immer noch 500 bis 800 Euro, um einen 20-Sekunden-Spot zu produzieren.
bet365: Alles auf Sieg!
Das Champions-League-Finale in München hat viele Geschichten geschrieben. Ich lasse die sportlichen heute mal beiseite und fokussiere mich auf die lukrativen Nebenschauplätze, die dominiert wurden von bet365. Kennst du den Wettanbieter aus Großbritannien? Besitzer des Fußballklubs Stoke City? 4.000 Mitarbeiter, 2,8 Mrd. Pfund Umsatz bei einem Gewinn von 470 Mio. Pfund. Da bleiben auch noch ein paar Euro hängen, um das größte Event des Jahres zu nutzen.
Was ist passiert? Das „Big Ticket Giveaway Game", die größte Ticket-Verlosung in der Geschichte der UEFA Champions League. 2.600 Tickets wurden für Spiele der Champions League verlost – sowohl digital als auch bei realen Events. Verlosung am Vorabend des Finales in der Münchner Location Isarpost. Fans konnten in einem Live-Game mit Quoten-Orakel um die letzten Finaltickets spielen. Die OOH-Kampagne umfasste rund 680 Flächen in München – das kostet richtig, aber bei den Umsätzen sind das Peanuts!
Ergebnis: Allein bis zum Finaltag verzeichnete bet365 zehn Millionen Aufrufe der Kampagneninhalte, am Spieltag selbst noch einmal drei Millionen. Glückwunsch. Das Spiel mit der Sucht von vielen Menschen scheint nach wie vor zu ziehen und treibt wahrscheinlich „einige" Familien in den Ruin.
„Einige" bedeutet in Zahlen laut Bundesgesundheitsministerium: Glücksspiele sind weit verbreitet. 36,5 Prozent der Bevölkerung in der Altersgruppe der 16- bis 70-Jährigen in Deutschland haben in den letzten 12 Monaten bei mindestens einem Glücksspiel um Geld gespielt. Bei 2,4 % der deutschen Bevölkerung im Alter von 18 bis 70 Jahren ist anhand der Kriterien des DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen) eine „Störung durch Glücksspiele" erkennbar (leichter Schweregrad: 1,0 %, mittlerer Schweregrad: 0,7 %, schwerer Schweregrad: 0,7 %). Ich mache die Diskussion an der Stelle nicht auf, warum Tabakwerbung verboten ist, aber Alkohol und Glücksspiel nicht oder nur eingeschränkt. Wer mal zu viel Zeit hat, kann sich ja den Glücksspielstaatsvertrag durchlesen.
KI-Corner-Rätsel: Real oder Fake?
Lasst uns doch heute mal ein bisschen raten. Waren es früher die Bilder, sind es heute Videos. Real oder Fake? Zwei Videos, man erkennt kaum einen Unterschied, aber eines ist real, das andere komplett mit KI generiert.
Die Auflösung ist in den Kommentaren.