Kampagnensalat Puma: Den muss ich haben
Sorry, mehr geht nicht. Gigi Buffon mit dem Puma Palermo in der Sonderedition „Scopa" für Asphaltgold. Was ist das denn bitte für eine kranke Mischung? Also zumindest für einen 45-jährigen Halb-Sizilianer. Ich hole mal kurz ab: Es gibt jetzt nicht viele coolere Typen als Buffon. Juve-Legende, sympathisch über die Grenzen hinaus. Der Puma Palermo ist so was wie der Adidas Samba, der ja gerade sein 4. Leben auf deutschen Straßen feiert. Und jetzt gibt es auch noch die Sonderedition mit dem Kartenspiel meiner Kindheit. Du wirst in Sizilien an keiner Bar vorbeikommen, in der nicht wenigstens an einem Tisch Scopa oder Briscola gespielt wird. In diesem Spiel stecken 1000 Erinnerungen, u. a. verheerende Niederlagen gegen meine Oma.
Drop ist übrigens am 4. Mai! Optisch ist der Schuh eher ok, aber ich muss ihn haben. ICH-MUSS-IHN-HABEN! (zum Reel)
Kampagnensalat Voltaren: Wenn 2 lächeln ...
... bist Du der Dritte!
Wer wie ich meint, schnell wieder sein altes Leistungsniveau zu bekommen, übertreibt gerne beim Sport und bekommt vor allem eins: Schmerzen. Fest verankert ist bei mir noch immer das gute, alte Voltaren, das mich schon durch viele Fußballspiele gebracht hat. Ein paar Mal mit den Kumpels und in der Familie drüber gesprochen, bekomme ich „natürlich" wie von Zauberhand die Werbung auf Social-Media angezeigt. Und die finde ich gut und griffig mit der Aussage: „1 von 3 Personen verbirgt ihre Schmerzen hinter einem Lächeln." Dabei schauen Dich 2 lächelnde Menschen an. Na, wer ist wohl der Dritte? Auch die Landing Page ist gut. Ich würde Voltaren lieber nicht brauchen, aber freue mich über gut gemachte Werbung.
Social Media Deichmann: Einfach zuhören
Ich hatte ja letzte Woche bereits kurz zu Deichmann geschrieben, die ich eigentlich auf dem Abstellgleis gesehen hatte, aber die Zahlen und die Strategie mich eines Besseren belehrt haben. Just in diesem Moment sehe ich auf LinkedIn den Post von Lena Lind, Social Content Creator bei Deichmann. Die schwärmt von den neuen Paw-Patrol-Schuhen, die eigentlich nur entstanden sind, weil in die Community „gehört" wurde. Hört sich einfach an, aber an der Umsetzung scheitert es häufig. Wer seine Käufer verstehen möchte, muss ihnen auch zuhören.
Ergebnis des Contents auf TikTok laut Lena Lind:
- 🎥 Videos: 22
- ❤️ Likes: 331.593
- 💬 Kommentare: 31.768
- 💾 Saves: 17.563
- 📣 Shares: 19.116
Und den entscheidenden Satz gibt es hinterher: „Vor einem Jahr war Deichmann auf TikTok in der Community-Wahrnehmung noch ‚uncool' und ‚der Schuhladen, wo man früher als Kind mit seinen Eltern einkaufen war ...' – Das hat sich jetzt geändert: Deichmann ist jetzt der Schuhladen mit Humor & Charakter, der auf seine Community hört und sie ganz aktiv mit einbindet."
Hier gibt es übrigens das passende Video auf TikTok aus dem letzten Jahr. Gott, ist das schlecht. Aber ich bin nicht Zielgruppe, hab eh keine Ahnung und der Erfolg gibt Deichmann recht. (zum TikTok)
OOH Bland.ai: Ruf mich an!
Auf so vielen Ebenen so gut gemacht. Bland.ai schafft zunächst Aufmerksamkeit mit einer OOH-Fläche. Auf dieser steht nichts weiter als eine Telefonnummer und die Frage, ob Du noch Menschen einstellst oder schon mit AI-Bots sprichst. Mich macht das neugierig, ich hätte auch die Nummer gewählt. Das hat dann auch Alex Cohen, der daraus kurzerhand ein Video auf der Plattform X postet. Das Ergebnis ist heftig: Erstens überzeugt die Qualität des AI-Bots und zweitens gehen die Views durch die Decke. 3,7 Mio. Mal wurde das Video bereits angezeigt. Da hat sich doch die Werbung für Bland.ai bereits gelohnt. Verrückte, neue Welt, in der wir leben, die so viele neue Chancen bietet. (zu Bland.ai · zum Video-Post)
KI-Corner: ChatGPT reicht!
DeepL startet Write Pro. Da ich großer Fan der Übersetzungen bin, werde ich nach dieser Überschrift auf t3n neugierig (zum Artikel). Meine Erkenntnis nach der Lektüre: 10,- EUR/Monat für einen besseren Duden Mentor, der wirklich schlecht ist. Aber die Frage: Reicht mein Proofreader, den ich bei ChatGPT habe, nicht locker aus? Meine Antwort: ja. Texte schreiben oder schreiben lassen, kopieren und den Proofreader sagen: Korrektur lesen, Rechtschreibung und Verbesserungsvorschläge. Die Ergebnisse sind immer top. Oder findest Du etwa viele Fehler im NewsSnack?
Übrigens: Letzte Woche war der Steve Jobs natürlich ein KI-Bild, generiert in Midjourney, Prompt: Steve Jobs. Mehr braucht es nicht mehr!
Lesetipp: brandeins
Ich möchte Euch die neue brandeins ans Herz legen. Es geht um schöpferische Bewahrer aus Kalabrien, die alte Traditionen wieder aufleben lassen, teurer sind als der Wettbewerb und dennoch erfolgreich, weil das Produkt gut ist und die Geschichte nicht erfunden ist, sondern wahr, authentisch und so „nah". Nähe ist auch das Kernthema, auf das einige Geschichten einzahlen – also echte Nähe. Nähe ist wichtig, Nähe hilft Dinge zu erklären, Nähe hilft auch Kontexte besser zu verstehen und vor allem hat nur die Nähe Platz für das, was nicht ausgesprochen wird, aber dennoch im Raum ist: ein Blick, ein Lächeln, eine Handbewegung. Vielleicht bin ich auch deshalb bei aller modernen Denke nicht der Fan von Teams, die komplett verteilt auf der Welt arbeiten. Um das Team richtig zu fördern und die einzelnen Kollegen besser zu verstehen, brauche ich Nähe. Aber da ist ja jeder Jeck anders, wie man in Köln so schön sagt. (zur Ausgabe)
Outro: Jeder Jeck ist anders
Jeder Jeck ist anders ... nehme ich nochmal auf. Der NewsSnack zeigt mir die vergangenen Wochen immer deutlicher: Nicht nur jeder Jeck ist anders, sondern vor allem die Generationen. Klar ist das von Deichmann ein smarter Move, aber das passende TikTok finde ich einfach nur grauenhaft, sehen viele anders. Ebenso die EDEKA-Munchie-Frischetheke. Ich kannte weder die Sängerin noch den Koch. Warum ich das schreibe? Weil wahrscheinlich nicht jeder ganz so viel mit Rudi Völler, Gigi Buffon und Scopa anfangen kann. Diversität ist essenziell für gut funktionierende Organisationen und auch Newsletter. Für einen Cocktail, der knallt, braucht es einfach mehr als nur eine Zutat. Denk mal drüber nach ...