In eigener Sache: The Pipe is on fire!
Hat jemand Octopus gesagt? 89 % Marktanteil haben wir noch nicht, aber wir wachsen und es werden täglich mehr Kunden. Was durch das zahlreiche Feedback auch wächst, ist die Feature-Pipeline. Deshalb heute mal ein kleiner Status und Ausblick, was Euch in den kommenden Tagen erwartet. Gelöst ist bereits, dass Du im Text Accounts direkt markieren kannst. Zudem kannst Du auf Facebook auch aus dem Creator direkt Links setzen.
Und was steht vor der Tür?
- WhatsApp-Newsletter aus dem Creator
- Posten auf Google my Business
- Reporting
- Redaktions- und Themenplanung aus den Learnings des Accounts
- Direktes Posten eines SEO-Textes auf Deiner Website
Und dann ist auch irgendwann mal gut. Was möchtest Du denn noch für 149,- EUR / Monat?
Freuen uns über weiteres Feedback und neue Kunden.
Beilagenteller: Flucht nach China – und die Sache mit den 89 %
Kennst Du Duolingo? Zusammen mit Babbel haben die die Sprachlern-App vor einigen Monaten begraben. Warum sollte ich heute – sagen wir – mal chinesisch lernen, wenn ich doch mit KI-Kopfhörern automatisch jede Sprache in Echtzeit übersetzen kann? Erstens scheint es noch nicht ganz so gut zu klappen und zweitens ist es auch noch nicht so günstig. Ich bleibe dabei, das ändert sich – schnell. Aber bis dahin verzeichnet die App Duolingo einen Anstieg der User, die chinesisch lernen wollen, um 216 %. Warum? Weil TikTok in den USA so seine Probleme hatte und die Alternative dazu die Social-App Rednote aus China ist. Verrückt, wie Ereignisse doch miteinander zu tun haben. Was ich übrigens nicht gefunden habe, ist, was der Anstieg um 216 % in effektiven Zahlen bedeutet – die Basis kann ja vorher auch sehr klein gewesen sein. (Zum Bericht bei TechCrunch)
Zum Thema Zahlen habe ich noch eine, bei der ich über den Kontext schmunzeln musste. Bei Search Engine Land heißt es: „Googles Marktanteil bei der Suche fällt erstmals seit 2015 unter 90 %". Oh mein Gott! 89 % Marktanteil, das riecht nach einer Katastrophe. Also wenn wir mit unserem Octopus 89 % Marktanteil an allen Social-Media-Posts haben, gebe ich einen aus.
OOH: Scannen? Macht keiner!
Bevor es in die KI-Corner geht, noch eine Beobachtung, die ich mit Felix Lobrecht teile. Dieser sagt im aktuellen Podcast „Gemischtes Hack" sinngemäß, man merke, dass die Parteien nicht so viel Zeit hatten, um die Wahlplakate auf die Straße zu bringen. Nicht, dass ich sonst komplett eskaliere, wenn ich Wahlwerbung sehe, aber so einfallslos wie dieses Mal habe ich es nicht in Erinnerung. Warum ich überhaupt dazu schreibe? Weil die SPD tatsächlich ihre gesamte Kampagne auf einen QR-Code aufbaut.
Hat eigentlich jemals irgendjemand in der Partei oder von der Agentur eine Kampagne gemacht mit einem dynamischen QR-Code und danach ausgewertet? Ich möchte den QR-Code nicht begraben, keine Sorge. Er hat mit Sicherheit bei einigen Aktionen seine Berechtigung, um den Medienbruch aufzuheben. Aber eine gesamte Kampagne aufsetzen? In einer Zeit, in der es darum geht, die Menschen mit einfachen Botschaften schnell zu erreichen: Das klappt so nicht. Niemals. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber meine Erfahrung sagt, die Scan-Quote ist zu vernachlässigen.
Nochmal zurück zu den einfachen Botschaften, die heutzutage die Zielgruppe erreichen müssen. Ich bin über ein McFit-Plakat in der Kölner City gestolpert. Gleich vorweg. Als Kölner, der auch noch kölsch versteht, fand ich die Slogans wirklich gut. „Stemmste ene met?" passt, ist lokal, große Fläche, eigentlich alles perfekt.
Nur irgendwie komplett an der Zielgruppe vorbei. Also von 100.000 Menschen, die täglich über die Hohe Straße gehen, kann doch keiner mehr kölsch oder fühlt sich davon angesprochen. Da kann Miljö noch so oft singen: „Su lang beim Lommi die Leechter noch brenne, Su lang 'ne Funk weiß, wie Stippefott jeiht, Su lang dä Pitter noch schläht, dä Speimanes noch speit, Jo, su lang stirv dä Kölsche nit us." Ich glaube, der Kölsche stirbt aus.
Oder sehe ich das falsch? Dann ab in die Kommentare.
Kampagnensalat: Nespresso – Kapseldiebstahl mit Clooney und Longoria
Anzeige wegen Kapseldiebstahl: Nespresso.
Die Kaffee-Brand setzt einen neuen Spot auf und holt sich keine geringeren Größen als George Clooney und Eva Longoria. Vielleicht im Zuge der Vorbereitungen auf die Werbephase zum Super Bowl, vielleicht weil die beiden eine ultimative Bekanntheits-Kombination sind. Am Ende zählt der Spot. (Zum Spot)
Krimi-Dinner-like gilt es während einer Zugfahrt den Kapseldieb zu finden. Hochwertige Optik, high-Quality-Cast ... was braucht es da mehr, um eine Marke positiv zu besetzen? Vielleicht noch einen kleinen Nachhaltigkeits-Aspekt. Aber so eng wollen wir es heute mal nicht sehen.
Der Clip ist solide, der Zielgruppe entsprechend und trägt zwar keine Blockbuster-Story, aber dafür Super-Bowl-Potential. (W&V berichtet)