Handel: Der erste kassenlose Bio-Supermarkt
Einkaufen ist mittlerweile nicht mehr einfach nur Lebensmittel, Bekleidung oder Krams besorgen. Jeder Einkauf ist ein richtiges Erlebnis. Sei es im Supermarkt, in der Bekleidungskette, der Drogerie … überall gibt es von Werbung bis zu skurrilen Artikeln etwas zu entdecken. Was wir demnächst nicht mehr sehen könnten, sind die freundlichen Kassierer*innen beim Verlassen eines Geschäftes. Wovon ich hier rede?
Am Mittwoch, den 18.08.2022, eröffnete die erste Hoody-Filiale im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Das Besondere? Für einen Einkauf in dem Bio-Supermarkt muss man lediglich die App herunterladen, seine Kontodaten hinterlegen, beim Betreten einloggen – fertig. Naja, ok, man packt sich die Dinge, die man braucht, und dann … fertig. Das Geschäft ist ähnlich wie die Amazon-Go-Geschäfte aus den USA mit Kameras ausgestattet, die Kund*innen zwischen den Regalgängen erkennen und erfassen, was in den Warenkorb wandert. Beim Verlassen des Ladens bucht die App automatisch den Warenwert ab und sendet eine Quittung ans Telefon.
Ich finde, diese News sollten wir nicht bewerten. Die sollten wir ausprobieren. Betriebsausflug nach Hamburg, hab' ich gehört?
Wien: Pakete per Straßenbahn
„Die hat mir das Paket gebracht, heute, da habe ich ihr direkt noch ein Stück Apfelkuchen mitgegeben" – so oder so ähnlich könnte man ab 2024 von seiner Paket-Lieferung erzählen. Moment, was? Pass auf:
Um Verkehrsemissionen zu verringern, sollen in Wien Pakete zukünftig mit der Straßenbahn zugestellt werden. Die Testphase, in der Passagiere freiwillig kleinere Sendungen transportieren und in Paketstationen abgeben, startet ab 2024. Laut einer Online-Umfrage können sich bereits 4.000 Menschen vorstellen, diesen Dienst zu verrichten. Wie sie dafür entlohnt oder wie viele Pakete durch die Maßnahme transportiert werden sollen, ist noch nicht bekannt. Wie finden wir die Aktion? Die Grundidee klingt super, nur fehlen mir persönlich ein paar Details zur Nachverfolgung und dem Versicherungsschutz. Was meinst du dazu? Schreib's in die Kommentare!
Metaverse-Fail: Horizon Worlds erinnert an die Wii
Hast du schon einmal die Standard-Spiele der Wii gesehen? Damit meine ich die von 2006. Das Metaverse von Mark Zuckerberg „Horizon Worlds" erinnert mich sehr stark daran. Diesmal bin ich auch nicht alleine mit meiner Anti-Haltung, denn nach mehreren Milliarden Dollar, die investiert wurden, hat auch die Community einfach mehr erwartet. Selbst Videospiele, in die weniger Geld gesteckt wurde, sehen hochwertiger und ansprechender aus als die Mii-2.0-Welt, die der Meta-CEO präsentiert. „Ich freue mich darauf, zu sehen, wie Menschen immersive Welten bauen und dies bald in weitere Länder zu bringen", schrieb Zuckerberg laut t3n. Ähm, ja. Von immersiv ist hier nicht viel zu sehen, und bei der aktuellen Optik ist das auch schwer vorstellbar. Ich persönlich verlasse mich dann weiterhin auf Open-World-Spiele wie „The Witcher" und „Red Dead Redemption", bei denen man wirklich den Bezug zur Realität verliert. Maybe next time.
OOH: Subway, DIGOOH und DOOH in der Energiekrise
Subway! Mein letzter Besuch vor Jahren bei der Fast-Food-Kette im Hamburger Hauptbahnhof endete in einem Debakel. Ich hatte Hunger, die Mitarbeiterin wollte Fragen stellen, viele Fragen, für mich persönlich deutlich zu viele – das konnte nicht gut gehen. Keine Fragen, sondern Antworten liefert die neue 3D-OOH-Kampagne in Großbritannien. Beim Anblick der animierten Sandwiches bekomme ich doch wieder Lust, Subway noch eine Chance zu geben. Wie steht es mit dir?
Ehrlich? So richtig große Chancen habe ich 2019 DIGOOH nicht gegeben. Ein Markt, der mit Ströer, JCDecaux und weiteren Partnern bereits stark besetzt war, dazu der komplizierte Prozess beim Aufbau eines neuen Netzwerkes. Aber mit 500 digitalen Stelen, vornehmlich im Eingangsbereich von Einzelhandels- und Großhandelsmärkten, ist es dem Kölner Unternehmen gelungen, sich in kurzer Zeit einen Namen zu machen. Gelingen jetzt noch gute WKZ-Deals mit den Zulieferern und kann die Blacklist der Partner klein gehalten werden, sind die Chancen groß, das Netz wirklich langfristig zu etablieren. Glückwunsch an die Kollegen, wir schauen uns das gespannt weiter an.
Zum Abschluss des Außenwerbungsblocks noch ein Lesetipp. In seinem Gastbeitrag erläutert der von mir sehr geschätzte Frank Goldberg, warum aus seiner Sicht DOOH nicht der Energiekrise zum Opfer fallen wird. Spannende Zahlen und Fakten, nüchtern vorgetragen, ohne die Aufregung, wie man sie normalerweise unter jedem Post sieht.