OOH: Die passende Headline – Engel & Völkers
„Schalten Sie einen Gang runter" – damit wirbt Engel & Völkers in Berlin. Dann noch der Hinweis zum entspannten Hausverkauf, Logo, Kontakt, fertig. Auf sehr vielen Ebenen ist diese Werbung gut gemacht. Die Headline ist kurz, prägnant und spiegelt viel wider von dem, was Hausverkäufer bewegt. Denn dieser Prozess ist für viele Menschen sehr anstrengend. Preisfindung, Bewertungen, Gespräche mit Interessenten, Termine, Absagen, alles andere als entspannt. Nichts ist schöner, als diesen Prozess abzugeben (gegen ein bisschen Kleingeld, natürlich).
Der Ort könnte ebenfalls nicht passender sein und erreicht vor allem Radfahrer in Berlin, die in einer Kurve tatsächlich eher einen Gang runterschalten sollten. Losgelöst vom Fakt, dass die Zeile dem Immobilienverkauf zugetragen ist, passt sie auch sehr gut in unsere Zeit und wird jeden Passanten, ob Radfahrer oder nicht, ansprechen. Denn einen Gang runterzuschalten, ist wahrscheinlich aus der Selbstwahrnehmung heraus Thema bei 99% der Menschheit.
Deshalb in Gänze eine gelungene Werbung von Engel & Völkers.
Adidas: The Original
Jochen, Du musst jetzt stark sein (Jochen ist NIKE-Fan und mag Adidas gaaaaar nicht). Denn Adidas geht ab, steigert weiter den Umsatz (2024: Anstieg von 12 Prozent auf 23,683 Milliarden Euro) und auch der Gewinn kletterte auf 1,337 Milliarden Euro. CEO Bjørn Gulden scheint die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, dass es auch so bleibt. Finde ich dabei als bekennender Adidas-Fan alles gut? Nein. „Impossible is nothing" durch „You got this" zu ersetzen, halte ich für falsch. Aber das ist ja klar, wenn unser Claim in der 923b „All things are possible" ist.
Adidas scheint vor allem mit der Fokussierung auf Klassiker im Bereich Schuhe zu punkten. Samba, Gazelle, Spezial – kaum ein Fuß in der Einkaufsstraße, der was anderes trägt. Und jetzt kommt die Markenkampagne „The Original". Natürlich ganz anders und dennoch sehr ähnlich zur Werbung von Engel & Völkers passt hier einfach alles. Schau Dir den Clip an.
Jetzt bin ich groß geworden mit dem Superstar am Fuß. Ich habe mit diesem Schuh Sport gemacht, bin in die Schule, in die Disco, verbinde damit also einiges. Aber allein der Fokus auf Dich selbst, weil Du ein Original bist, das es halt nur einmal gibt und das Du lieben solltest, ist einfach klasse.
Wie läuft's eigentlich bei Nike, Jochen?
FC Bayern × Telekom: Achtung Fake
#GegenHassImNetz – es ist fast schon Tradition, dass die Deutsche Telekom mit dem FC Bayern unter diesem Hashtag sehr starke Kampagnen verbreitet. Und auch dieses Mal trifft der Spot wieder den „Hate-Nagel" auf den Kopf. Serge Gnabry sagt wirkungsvoll: „Der FC Bayern ist ein Scheißverein." Seine Mitspieler sind geschockt, die Nachricht geht einmal durchs Netz, Hass schlägt entgegen. Dabei war die Original-Aussage eine andere: „Der FC Bayern ist für mich alles, mehr als Fußball, nicht nur irgendein Scheißverein!"
Ein überspitztes Beispiel? Auf keinen Fall. Wer länger als drei Minuten auf den Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok unterwegs ist, sieht diese Videos en masse. Das Problem: Tausende Kommentare von Usern, die nicht zwischen Fakt und Fake unterscheiden können. Und es wird auch dank KI-Technologie nicht leichter.
Deshalb genau richtig, für diese Themen aufmerksamkeitsstark zu sensibilisieren. Großer Dank an das Team Deutsche Telekom & FC Bayern München!
Social Snack: Kommentar-Analyse auf LinkedIn
Ich muss noch dringend eine Klammer schließen. Vor ein paar Wochen schrieb ich dazu, dass man jetzt auf LinkedIn sehen kann, wie viele Aufrufe ein Kommentar hat und zu was das wohl führen wird. Gerne würde ich hier einmal ein Beispiel anbringen, da ich Jochens Beitrag kommentiert habe, der rund eine Woche alt ist.
Seitdem hat mein Kommentar laut Analyse 1.039 Impressions und ist damit stärker als viele Posts. Ich kann meine Meinung nur nochmal stützen. Mehr Fokus auf Kommentare. Auch darin kann man bei passenden Themen Expertise vermitteln und wird den Umfeldern zugeordnet.
Was meinst Du? Ab in die Kommentare! Dann kannst Du mal testen, wie es funktioniert. Und danke Jochen für die Reichweite ...
Social-Snack-Station: TikTokisierung der Plattformen
LinkedIn hat die Video-Funktion hinzugefügt, und generell scheinen sich alle Social-Apps der Tiktokisierung anzuschließen, besonders Instagram möchte hier nachrüsten.
Neben der vereinfachten Darstellung des „Folgen"-Buttons – auf TikTok durch ein großes Plus dargestellt – die für einige Beta-User schon verfügbar ist, soll es auch eine simplere Möglichkeit zum Pausieren eines Reels geben. Aktuell kann man dies nur durch das Gedrückthalten der Oberfläche – demnächst wird es analog zu TikTok möglich sein, durch ein einfaches Tippen das Video anzuhalten.
Nicht nur kleine Veränderungen stehen bei der Meta-App im Raum. Instagram denkt sogar über das vollständige Ausgliedern der Reels nach. onlinemarketing.de schreibt: Eine Bestätigung des Plans gibt es indes noch nicht. In den Vorschau-Screens erinnern die Bearbeitungs-Funktionen an CapCut, bedeutet ein Tool für alles? Das wäre schon sehr ähnlich zu TikTok, aber wäre es auch eine echte Konkurrenz?
Vor allem bin ich gespannt, wie Instagram-Stories in Zukunft aussehen werden, denn hier soll man laut dem t3n-Artikel Captions einfügen können. Diese sollen zu mehr Engagement animieren.
Es bleibt spannend, bisher hatte ich persönlich keinen Bedarf an einer Ausgliederung der Instagram-Reels zu einer separaten App, geschweige denn Captions für Stories. Aber wir werden sehen und die Anpassungen mit offenen Armen (oder einem dicken Mittelfinger, wie die 4:5-Formatanpassung im Raster) begrüßen.
Zum Bericht bei onlinemarketing.de
KI-Corner: Bist Du bereit für AGI?
„Powerful A.I. Is Coming. We're Not Ready", lautet die Überschrift eines Artikels aus der New York Times, den ich jedem Leser des Snacks ans Herz legen möchte. Ausnahmsweise mal nicht hinter einer Paywall schildert Autor Kevin Roose dabei sehr nüchtern, was auf uns zukommt. Und vor allem: Wir sind nicht bereit. Nicht Du, nicht ich, aber vor allem nicht die Companys dieser Welt.
Wie weit wir nun von Artificial General Intelligence (AGI) entfernt sind, darüber darf spekuliert werden. Worüber wir nicht mehr spekulieren müssen, ist, dass sie kommt, laut Roose. Das begründet er Punkt für Punkt und spricht sogar davon, dass man AGI in San Francisco sogar schon „spüren" könnte. Das soll Dich nicht davon abhalten, diesen Text zu lesen, im Gegenteil. Und wenn Du keine Lust auf Lesen hast, mach es so wie ich: Text kopieren und bei ElevenLabs auf Deutsch als Podcast ausspielen.
Zum Artikel in der New York Times
In eigener Sache: Neue Firma gegründet – OctopusGenius GmbH
Während Du das liest, sitzen Marco und Manuel gerade beim Notar und gründen die OctopusGenius GmbH. Damit geben wir den drei Säulen KI-Beratung, Automatisierung und eigene Produkte noch mehr Raum und vor allem einen eigenen Auftritt.
Neben dem ersten bereits fertigen Produkt, dem OctopusCreator, haben wir mit dem OctopusPublisher und dem OctopusAnalyser bereits weitere Themen in der Pipeline. Zudem haben wir eine Fülle von möglichen Automatisierungen, die wir unseren Kunden anbieten, Impulsvorträge und Beratungsmandate runden das KI-Portfolio ab.
Du hast Interesse? Schau Dich gerne auf der Website um und melde Dich bei Fragen, Anregungen und mit Feedback: info@octopus-genius.com.