In eigener Sache: Unser Shop ist online – grndios
Für alle, die von uns noch nicht persönlich informiert worden sind oder es tatsächlich geschafft haben, an unseren Posts vorbeizuschleichen, hier noch mal die Info: Unser Shop ist jetzt online. Genauer gesagt seit Dienstag, dem 01.08.2023!
An dieser Stelle richten wir noch einmal ein großes Dankeschön an alle, die bisher fleißig geteilt, geliked und geshoppt haben. Jeder noch so kleine Support ist Balsam für unsere Herzen. Einfach grndios.
Erkenntnisse der ersten Woche? TikTok ist verrückt, Instagram ein Raum für Liebe und unsere Community mit Abstand die grndioseste der Welt. Wir sind selbst gespannt, wie sich dieses Projekt entwickeln wird, und freuen uns auf die ersten Zahlen und Fakten. Stay tuned!
KI-Corner: Jobs auf der Streichliste – Programmierer und Nachrichtensprecher
In fünf Jahren gibt es keine Programmierer mehr. Steile These! Das sage nicht ich, sondern Emad Mostaque, CEO von Stability AI. Nicht die einzige kernige Aussage, die er in einem 30-minütigen Interview von sich gibt. Allerdings ist er dabei alles andere als laut oder sensationsgierig. Er sagt es mit einer Klarheit und Präzision, die bemerkenswert ist. Und für alle Langzeit-Trendforscher schiebt er auf die Frage, wie es in 10 Jahren aussieht, nüchtern hinterher, er könne maximal eine Fünf-Jahres-Prognose abgeben. Stability AI ist übrigens das Unternehmen hinter Stable Diffusion, dem weltweit beliebtesten Open-Source-Bildgenerator.
Wer Interesse hat – und ein bisschen Zeit – sollte sich das ganze Interview mit dem eher unspektakulären Titel „Why AI Matters And How To Deal With The Coming Change" anschauen. Zum Interview auf YouTube
Wo wir gerade bei vom Aussterben bedrohten Berufsfeldern sind: Für Nachrichtensprecher wird es auch nicht leichter. Ersetzt bald also ein KI-Avatar Judith Rakers? In Indien ist das bereits Realität. Die Vorteile liegen auf der Hand: mehrsprachig in Sekunden, kein Urlaub, nie krank, 24/7 im Einsatz und vor allem auf Zielgruppen anpassbar (vielleicht mal die Tagesthemen auf Kölsch?). Ich finde das Ergebnis – gesehen bei Felix Beilharz auf LinkedIn – schon echt okay. Und es lässt vermuten, was in Zukunft noch alles kommen wird.
KI-Corner: Interview-Tipp – wo Obi bereits auf KI setzt
„Zwischenmenschliche Interaktion und Kommunikation sowie die Fähigkeit zur Empathie sind in Bereichen wie Kundenservice und persönlicher Beratung unschlagbar. Nur unser Gehirn wird auch in Zukunft in der Lage sein, diese einzigartigen Fähigkeiten zu entwickeln", sagt Christian von Hegel, SVP Brand & Communication bei Obi. Wo die Baumarktkette bereits KI im Einsatz hat und welche Aufgaben mit Sicherheit automatisiert werden, kannst du in diesem Bericht der absatzwirtschaft lesen.
Kampagnensalat: Flaschenpost verlinkt falsch
Wir müssen uns mal etwas vorstellen. Du gehst in ein Autohaus und sagst, du möchtest einen Mazda CX-5 in Schwarz, und benennst ziemlich genau alle Komponenten. Der Verkäufer stellt dich dann in eine Halle mit 100 Autos und sagt: viel Spaß bei der Suche. DAS macht Flaschenpost – und unfassbar viele E-Commerce-Kunden – indem sie die hohe Kunst der richtigen Verlinkung sträflich missachten.
Was mich so wahnsinnig macht? Ich sehe auf express.de ein Billboard und eine HalfPage-Ad von Flaschenpost, angezeigt bekomme ich einen Eistee, der im Angebot ist. Das Angebot zielt nur auf diesen Eistee von Simplea. Klicke ich auf die Anzeige, lande ich auf einer Seite mit unzähligen Angeboten, sehe aber den Eistee von Simplea nicht im ersten Sichtfenster.
Wieso mache ich das als Werbetreibender? Bewirb ein Produkt mit einem Knaller-Preis und schreib dazu, dass es noch weitere Angebote gibt. Mache das Produkt aus der Anzeige zum Highlight auf der Landing Page, sodass ich sofort kaufen kann, und zeig mir weitere Angebote. Aber bei der falschen Verlinkung verliere ich den Kunden, er kommt nicht wieder, ich verbrenne Geld – und im Zweifel sogar das Geld, das ich als Werbekostenzuschuss vom Kunden in der Anzeige bekommen habe. Also: Mazda bezahlt zum Teil die Anzeige des Autohauses, der potenzielle Käufer sieht das, möchte den Mazda, aber der Verkäufer setzt ihn zwischen VW und BMW – naja, du verstehst, was ich meine.
Guerilla: Stadtwerke Karlsruhe erreichen −20 % Energieverbrauch
Wie war das noch im Newsletter der KW 24: „Demnächst also einfach mal ans Wasser gehen, mit Plastiktüte in der Hand, und rufen, was man so zu bieten hat." Oder in folgendem Fall: Einfach mit einem Plakat auf den Marktplatz stellen und schauen, was passiert. So sah zumindest die Guerilla-Aktion der Stadtwerke Karlsruhe aus, die plötzlich zur „Energiespar-Bewegung" wurde. An der #EnergiePaktKA-Bekennerkampagne hat selbst Karlsruhes Oberbürgermeister als Testimonial mit dem Plakat „Ich bin Kurzduscher!" teilgenommen. Zu den Fotos der Personen mit Schildern wurde auf dem Instagram-Kanal zusätzlich über das Thema „Energie sparen" aufgeklärt.
Hierdurch wurden die Menschen nicht nur dazu aufgerufen, aktiv zu werden, sondern gleichzeitig entsprechend informiert, um der Aufforderung entgegenzukommen. Klingt für mich nach einem runden Konzept. Die Belohnung der Kampagne spiegelt sich nicht unbedingt in Likes und Kommentaren wider, sondern in dem, was mit der Aktion erreicht wurde. So schreiben die Karlsruher Stadtwerke, dass seit Start der Kampagne im Februar 2023 bereits 20 % Energie eingespart werden konnten.
Inspiriert ist die Kampagne vom „Dude with Sign", der durch seine Statements auf Plakaten mittlerweile 7,9 Mio. Follower auf Instagram erreicht hat. Gerne mehr davon – auf wiederverwendbaren Postern.
DOOH-AHA: Langnese im Regen
Die DOOH-Blase flippt ja ganz gerne regelmäßig aus, wenn es um die Möglichkeiten der digitalen Außenwerbung geht. In vielen Teilen sehe ich das (noch) nicht, mir fehlen oft Anwendungsfälle, und die Stärke der Außenwerbung (Reichweite, Sichtbarkeit, Größe) kommt vor allem bei analogen Flächen zum Tragen. Jetzt hatte ich allerdings ein AHA-Erlebnis. Das Wetter in Köln ist momentan eher bescheiden: 19 Grad und viele Regenphasen am Tag. Das konnte Langnese nicht wissen, als sie vor Wochen bzw. Monaten ihre Kampagne an Bushaltestellen geplant haben. Aber die Werbung „Like Cornetto in the sunshine" hätte ich auch wirklich gerne nur bei Sonnenschein gesehen. Und das geht halt ganz gut bei digitalen Formaten: Werbung nur ausspielen ab 21 Grad und Sonnenschein.
Hab mir nachmittags in der Stadt trotzdem ein Eis gegönnt – kein Cornetto, mag ich nicht.