KI-Corner: Jeden Tag ein Experte
Ich erinnere mich noch an eine Idee, die ich mal hatte. Einmal pro Monat wollte ich mit einem spannenden Experten aus einem Themenfeld essen gehen, meinen Horizont erweitern und so neue Menschen kennenlernen. Habe ich nie gemacht. Zeit, Fokus: Es gibt viele Gründe.
Seit einiger Zeit spreche ich täglich mit wechselnden Experten. Morgens, wenn ich ins Auto einsteige, sage ich ChatGPT per Voice, in welchem Feld er Experte sein soll, und beginne das Gespräch. Spannend, wie viel ich bereits gelernt habe in kurzer Zeit. Von Datenschutz über Businesspläne bis zu Argumentationsketten für neue Produkte. Und wenn es mal leichte Kost sein soll, dann gerne auch eine Tour durch Italien auf Italienisch, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern.
Machst du das auch? Nutzt Du bereits das ganze Potenzial und die einfachen Zugänge zu KI-Tools, um ganz gewöhnlich per Sprache Wissen aufzubauen, Themenfelder zu erlernen oder einfach nur Deinen Horizont zu erweitern? Im Auto sitzt Du eh. Ob Du jetzt Musik oder einen Podcast hörst oder mit ChatGPT redest, macht keinen Unterschied. Freue mich auf Deine Meinung.
KI-Corner: Testen, bewerten, machen – RivalSense
„Überwachen Sie jedes Unternehmen mit KI. Erhalten Sie wöchentlich kuratierte Updates. RivalSense AI verbindet sich mit über 80 Quellen, um tiefe Unternehmenseinblicke zu liefern, die Ihrem Geschäft und Ihrer Karriere zugutekommen."
Solche Tools wie RivalSense sprießen gerade aus dem Boden. Halte Deinen Wettbewerb im Blick, schreib Dein Buch, sprich mit einem 100-seitigen PDF. Die Anwendungsfelder, die durch neue KI-Technologien entstanden sind, scheinen gerade unendlich. Dabei schreibe ich das nur aus einem Grund hier im Snack, nicht weil das Tool für mich besonders spektakulär ist, sondern weil gerade wirklich nahezu alles möglich ist und dazu auch noch komplett leicht umsetzbar.
Wir bauen aktuell Prototypen in ganz kurzen Zeitzyklen, testen nahezu alle Tools auf dem Markt. Mein Tipp: Du hast einen Painpoint, wolltest schon immer ein Problem lösen oder einen Prozess verbessern. Ich lehne mich weit aus dem Fenster und sage: kein Problem. Meld Dich, wir finden immer schnell eine Lösung.
Kampagnensalat: Was ist los, AWO?
AWO, die Zweite! Ihr erinnert Euch an letzte Woche? Da hatte ich was an der AWO-Kampagne der Region Sachsen-Anhalt auszusetzen. Das KI-Video war so gruselig, dass hätte mich eher abgeschreckt. Bei der Diskussion dazu fiel übrigens noch auf: Ein QR-Code auf einer Social-Anzeige ist wenig sinnvoll.
Aber lass uns nicht über gestern reden, denn heute kommt schon die AWO Köln um die Ecke, ebenfalls auf Social Media, dieses Mal ein echtes Video und eigentlich ziemlich gut gemacht. Wollte mich mit dem Video entschuldigen und sagen: geht doch! Geht aber nicht, denn klickst Du auf die Anzeige, kommt dahinter eine Fehlerseite.
Anhand der Kommentare sieht man, dass die Anzeige wohl schon Monate läuft. Also was nun? Hat jemand vergessen, dass da immer noch Geld ausgegeben wird? Oder wurde der Link nicht ausgetauscht? Oder oder? Jetzt werfe ich hier mal ernsthaft meinen Hut in den Ring: Das geht besser. Wir zeigen wie!
Kampagnensalat: IKEA – Late to the early Party!
Sehr late to the „EARLY CHRISTMAS PARTY" – denn bereits am 19. Oktober ist IKEA damit gestartet. Gesehen habe ich es jetzt erst bei Famous Campaigns auf LinkedIn. Aber wenn ein Motiv was mit mir macht, dann schreibe ich auch ein paar Tage später dazu. Schlicht, auf den Punkt, kein Schnick-Schnack, dennoch mit einer klaren Idee. Ob Weihnachten und vor allem der Wahnsinn rund um dieses besinnliche Fest wirklich immer so früh starten muss, weiß ich nicht. Aber aus Sicht von IKEA ist es verständlich, die Menschen möglichst früh zum Kaufen zu animieren. Also Daumen hoch!
Kampagnensalat: Lass das, Kühne!
„Mamma mia, dafür kommen wir in die Hölle." Schreibt Kühne und hat damit so recht. Ihr kommt in die Hölle. Ich nicht. Denn ich werde mir kein Rotkohl auf eine Pizza packen. Das kommt direkt in die „Ananas-auf-Pizza-Schublade" und die ist ganz unten und wird nicht geöffnet. ABER: Die Werbung als 18/1 ist gut gemacht, fällt auf. Ich mag die Headline, übrigens auch die zweite: „Sorry, Italien. Wir konnten nicht widerstehen." Aufteilung, Bildauswahl: alles top! Wäre da nur nicht der Kern der Botschaft. Rotkohl auf Pizza. Oder kannst Du Dir das etwa vorstellen?
OOH: Steintafeln sind der heiße Shit
Gladiator, was ein Epos vor 25 Jahren. Russell Crowe in seiner Paraderolle als Maximus. Mehr ging damals nicht. Wie viel nun bei Gladiator 2 geht, werden wir zeitnah erfahren, denn die Fortsetzung läuft an in den deutschen Kinos. Ich bin gespannt, ins Kino bekommen mich zwar keine zehn Pferde, aber in ein paar Wochen auf Prime gönne ich mir den Film.
Was man sich jetzt bereits gönnen kann, ist die Werbung zu dem Film. Und die hat es vor allem in London in sich. Die Piccadilly Lights verwandeln sich in Steintafeln und kündigen so nicht nur den Film selbst an, sondern auch weitere Firmen werden auf diese Art beworben.
Dabei wird die Fläche den ganzen Tag lang zu einem epischen Stein-Patchwork mit Gladiator II, Samsung, Trainline, TK Maxx und LEGO®. Die haben sich zusammengeschlossen, um ihre Anzeigen aus der Perspektive des römischen Jahres 211 n. Chr. neu zu interpretieren.
Ich finde es cool. Endlich mal was anderes, passend zu Film, und Aufmerksamkeit ist eh garantiert.
OOH: Fritz-Liebe kann ich auch
Gefunden habe ich den Post auf Instagram, gezeigt wird ein Riesenposter am Stephansdom in Wien, Claim: „moin österreich, bleib doch lieber wach mit red null!" Beworben wird dabei die fritz-kola super zero. Ich mag die Kampagnen von fritz, sehr gute, klare Ansprache. Ob man immer ALLES klein schreiben muss, weiß ich nicht, aber es wird ja knallhart durchgezogen, ist ein Wiedererkennungswert und von daher gibt es nur Lob aus Köln!