Evonik: Die Extrameile
Ein Horizont-Artikel über den neuen Spot von BVB-Sponsor Evonik, in dem einige Stars die Extrameile gehen – legt mir jemand einen Artikel mit Fußballkontext auf den Elfmeterpunkt, soll ich da nicht verwandeln? Natürlich mein Ding!
Kurz zum Film: In einer Minute werden einige Stars der Dortmunder dabei gezeigt, wie sie im Leben die Extrameile gehen, um Höchstleistungen zu bringen. „Unsere neue Kampagne feiert all jene, die das jeden Tag tun – auf dem Platz und im Job. Von den BVB-Spielern bis hin zu unseren über 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die alles geben, um die Welt nachhaltiger und besser zu machen", so Denis Seger, Head of Brand & Campaign bei Evonik.
Die Story ist stimmig, der Spot im epischen Nike-Style gedreht (macht immer was mit mir) und spricht einen wirklich wichtigen Punkt im Profisport an: Bei aller Kritik von Couch-Potatoes wie mir nach einer 2:5-Niederlage bei Real Madrid, diese Jungs auf dem Platz sind absolute Leistungssportler und kämpfen dafür schon ein Leben lang – und zwar mit vielen Extrameilen.
Was ich mir noch dachte? Das Thema hätte auch das Potenzial für mehr gehabt. Denn auch der Zeugwart oder der Greenkeeper gehen an Champions-League-Abenden die Extrameile. Und warum nicht auch einige der 33.000 Evonik-Mitarbeiter stärker miteinbeziehen.
Und ja, die Extrameile bedeutet nicht immer erfolgreicher zu sein als der Rest. Im Sport wie im echten Leben gehören Niederlagen dazu, aber der Versuch die beste Version von sich selbst zu werden, hat schon viel Applaus verdient.
Mediadaten auf den Punkt – mit einem KI-Bot als i-Tüpfelchen
Ich kritisiere oft und regelmäßig die Mediadaten von Verlagen, TV- und Radiosendern: zu viel, zu unübersichtlich, schwierige Kontaktmöglichkeiten. Deshalb habe ich heute mal ein Beispiel mitgebracht, das ich gut finde und mit ein paar kleinen Kniffen sogar richtig gut werden kann.
Zunächst habe ich das Billboard von RBB Berlin bei W&V gesehen (ausnahmsweise lag kein anderes Werbemittel drüber). Mir ist es direkt aufgefallen, die Idee mit den Äpfeln ist ok, die Botschaften sind klar und einen Call-to-Action haben wir auch: Jetzt einbuchen!
Ich bin neugierig. Denn normalerweise folgt jetzt der Tarif-Dschungel. Aber siehe da: Es kommt eine aufgeräumte Landing-Page, mit allen Fakten auf einen Blick, kein Schnick-Schnack, den direkten Ansprechpartnern und allen Kontaktmöglichkeiten. So muss es sein.
Ich habe aber einen Vorschlag. Warum habe ich hier nicht bereits einen kleinen KI-Bot, dem ich mein Anliegen teilen kann? Das Wissen steckt in den Mediadaten, er kalkuliert mir schon mal erste Preise, nennt mir Gründe, warum ich buchen soll und findet mehr über meine Bedürfnisse heraus, bevor der Berater abschließen darf!
Was sagst Du? Wäre doch hilfreich, oder?
Online-Wildwuchs
Manchmal schaue ich mir Display-Werbung auf Websites an und denke mir: Dieser Wildwuchs kann auch nicht die Lösung sein. Beispiel gefällig?
Auf einer Website wie W&V, die ja schließlich über Werbung und Marketing schreibt, erwarte ich mehr Struktur. Eine große Ad, die sich ohne Capping bei jedem Aufruf über das Half-Page-Ad von HISCOX legt, kann nicht die Lösung sein. Zumal die Anzeige für ein W&V-Webinar wirbt, damit zumindest zum Teil Eigenwerbung ist. Also an Stelle von HISCOX würde ich auch nur die Hälfte bezahlen. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn ich eine Printanzeige buche und sehe am nächsten Tag im Blatt, dass sich eine andere Anzeige darüberlegt. Online ist das gang und gäbe. Leider!
Zalando & die Formatadaptierung
Diesmal geht es um Zalando. Eine LinkedIn-Nutzerin hat sich ermutigt gefühlt, eine misslungene Adaption eines Werbemotivs zu kommentieren. Die Wortwahl zeigt: Sie ist regelrecht aufgebracht.
Eine andere Userin beschreibt die Situation in ruhiger Formulierung noch einmal so klar und deutlich, da habe ich glatt einen Like hinterlassen: „Mja, auf den ersten Blick könnte man so urteilen, wenn die Kampagne denn wirklich so wäre wie von Ihnen dargestellt und nicht das Ergebnis einer Schnarchnase bei der Formatadaptierung. Sie haben ja aber jetzt in den Kommentaren von zahlreichen Menschen umfassende Informationen zum Kontext bekommen (...) Da hätt ich einfach nen kleinen Edit in den Ursprungspost eingefügt… Aber jeder Jeck ist ja bekanntlich anders 😉"
Das Format ist hier im Querformat ungünstig abgeschnitten worden, damit steht das Bild zum Claim in völlig „falschem" Kontext. Eigentlich ist das Kampagnenmotiv aus meiner Sicht sogar eine absolute 1! Hier eine Info: Bei Photoshop kann man über Generatives Füllen ein Hochformat auch in ein Querformat verwandeln, aber das sei mal losgelöst davon zu betrachten.
Auch ich kritisiere Werbung, die nicht gut durchdacht ist, sehr hart. Mir zeigt die Situation zwei Sachen: Einmal müssen Kreative aufpassen, dass eine Kampagne in ihrer Wirkung nicht verloren geht, weil man hier nur in eine Richtung denkt. Das andere ist die Kritik, wie sie geäußert wurde und was dahinter steckt … Be careful with your words, das schreibe ich mir noch mal in GROSSBUCHSTABEN und fettgedruckt hinters Ohr, bevor ich die nächste Kampagne wegen eines blöden Fehlers in der Luft zerreiße. Auch, wenn die Kritik angebracht wäre, ist es wichtig sich zu korrigieren, wenn man falsch liegt und darauf zu achten, Worte sorgsam zu wählen.
Uber: „Bin gleich da"
„Bin gleich da", ein Klassiker-Spruch von zu spät Kommenden. Uber hat den Satz gekonnt adaptiert und für die aktuelle Kampagne hervorragend umgesetzt. Anders gesagt: Scholz & Friends hat die Kampagne umgesetzt.
„Robert Krause, Geschäftsführer Kreation bei Scholz & Friends, sagt: ‚Wir zeigen, welche verbindende Rolle Uber im Leben der Kundinnen und Kunden einnimmt und wie es dadurch ganz natürlich Teil der realen und wertvollen Momente des Alltags wird – und was kann es gerade in der heutigen Zeit Schöneres geben, als Menschen zusammenzubringen.'", zitiert Horizont. Dazu habe ich doch glatt zwei Takes:
1. Du hast kein Auto? – ok. Die Öffis erlauben nicht zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein? – Ok. Aber: Ist Uber dann wirklich dein Go-to-Anbieter, der Dich von A nach B bringt? Ich persönlich würde auf alles zurückgreifen, nur nicht Uber, da die Preise einfach utopisch sind. Bin ich zu geizig? Das kann sehr gut sein! Eine passende Alternative zur Fortbewegung ist es auf jeden Fall, auch wenn das kein Everyday-Ding wäre, zumindest nicht für den Geldbeutel.
2. Das Beispiel ist mega gewählt. Die Aufführung der Tochter nicht zu verpassen, dafür Geld und alle anderen „Aber" aus dem Weg zu räumen und mit Uber rechtzeitig am Zielort anzukommen: Klasse! Denn wenig hätte mehr Priorität als für ein Kind da zu sein, damit es am Abend nicht traurig von dem verpassten Event erzählen muss.
Ob es wirklich immer am fehlenden Fortbewegungsmittel scheitert oder eventuell doch einfach an fehlender Zeit hapert, sei mal dahingestellt. Passend zusammengefügt sind Claim, Storyline und Uber als Dienstleister auf jeden Fall von der Werbeagentur aus Hamburg. Vor allem Uber selbst ist überzeugt und begeistert: „Zehn Jahre nach unserem Start in Deutschland sind wir nicht nur in zahlreichen deutschen Städten, sondern auch im Alltag vieler Menschen angekommen und zeigen in dieser Kampagne die Momente, in denen Uber den Unterschied macht", so Franziska Walter, Director Marketing Uber DACH & Netherlands.
Meine Bewertung bleibt hier neutral, weder zwei Daumen hoch noch runter. Vielleicht, weil es schon „späte Stunde" schlägt, vielleicht aber auch, weil ich mich versuche, anders als sonst in Kritik zu üben.
OOH: Berlin ködert die Rheinländer
Wie viel Berlin steckt in Köln? Ich würde sagen nur bedingt. Köln ist schon sehr besonders, auf eine ganz eigene Art und Weise. Und trotzdem versucht Berlin zu ködern und die tollen Rheinländer in den Osten zu rufen.
Für mich gilt dieser Spruch nicht nur in Berlin, sondern ist ganz persönlich auch auf Köln zu adaptieren. Hier habe ich mich wirklich einst verloren und gefunden zur selben Zeit. Ganz tiefgründig interpretiert trifft mich der Spruch ins Herz. Ob das nur in Berlin so ist? Ich würde sagen nein. Aber ob der Spruch zu Berlin passt? Ja!
Zu der Kampagne gehören außerdem Sprüche wie:
- „Wo alt werden und jungbleiben irgendwie zusammengehören."
- „Wir können unfreundlich, aber auf eine nette Art."
- „Tierpark gibt's. Zoo gibt's auch. Und Zirkus ist sowieso jeden Tag."
- „Was wir hier von Mauern halten, wisst ihr ja schon."
Die Slogans passen schon eher spezifisch zu Berlin. Ich finde die Kampagne ganz toll, stelle sie mir sogar richtig gut adaptiert auf die einzelnen Großstädte Deutschlands vor. Berlin, wollt ihr teilen? Reduziert, alles gesagt, bunt und auf den Punkt. Oft braucht es nicht mehr, um sich positiv, klar und deutlich zu präsentieren. Zwei Daumen nach oben und ein danke Dojo fürs Anregen zum Nachdenken. Über den ein oder anderen tiefgründigen Satz zwischen den Zeilen: „Wenn wir nix auf die Reihe kriegen, warum stehen dann alle Schlange?"
Stadt Köln: Cannabis-Aufklärung im Wartesaal
Im Wartesaal der Stadt Köln – Ehrenfeld gibt es einen TV, auf dem die Ticket-Nummern aufgerufen werden. Hier ist auch Platz für Mini-Werbung in eigener Sache. So sind mir die Motive zum Thema Cannabis aufgefallen.
„Seit dem 1. April 2024 ist der Cannabiskonsum in der Öffentlichkeit legalisiert. Eine regulierte Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken ist nach dem Konsumcannabisgesetz (KCanG) nur für volljährige Personen möglich. Angesichts des nun zu erwartenden erleichterten Zugangs zu Cannabis achten wir verstärkt auf den Gesundheitsschutz von Heranwachsenden", heißt es auf der zugehörigen Website der Stadt. „Das Bundesministerium für Gesundheit und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren rund um das Cannabis-Gesetz und klären zu unerwünschten gesundheitlichen Auswirkungen auf."
Die Motive sind erst mal aufmerksamkeitsstark und die Reichweite sollte riesig sein, bei der Anzahl an Menschen, die täglich auf die TV-Bildschirme starren und darauf warten, dass ihre Nummer aufgerufen wird. Die Sprüche sind zum Teil regional und in ihrer Bebilderung durch die passenden Icons auf jeden Fall klar zum Thema zuzuordnen.
Aufklärung ist wichtig, besonders für die sogenannten „Heranwachsenden", aber auch für Angehörige und das Umfeld einer konsumierenden Person. Die Initiative bekommt von mir zwei Daumen nach oben. Anfangen ist leicht, aufhören eher weniger.
Zur Info der Stadt Köln · Zur Drogenhilfe Köln
In eigener Sache: Einblicke in die 923b!
Testen, testen, testen! Das schreibe ich gerne im Kontext mit KI-Tools. Und das machen wir gerade auch. Wir testen unsere eigene Plattform, die per Knopfdruck zu einem gewünschten Thema Headlines, Servicetexte und Bilder erstellt – das alles in Sekunden, in der gewünschten Länge und in Top-Qualität. Solltest Du doch mal was ändern wollen, ist der Text editierbar. Das Ergebnis bekommst Du in jeder Form und wenn Du möchtest auch direkt per Schnittstelle in Dein System.
Spannend zum Beispiel für Medienhäuser und Publisher, die Serviceartikel in großer Anzahl brauchen, um Reichweite zu erzeugen. Aber auch interessant für Companys, die sich in bestimmten Themenfeldern positionieren wollen. Schnell, qualitativ hochwertig, preiswert und automatisiert sind dabei die entscheidenden Faktoren.
Aber das ist noch lange nicht alles. Automatisierung ist gerade der Treiber. Wie können wir per Knopfdruck viele KI-Tools miteinander sprechen lassen und zu Top-Ergebnissen kommen? Dank Claude, ChatGPT, Midjourney, Flux, Runway, HeyGen, NotebookLM und vor allem Make haben wir in den vergangenen Tagen eines gelernt. Nie hatte unser Claim mehr Gültigkeit: Alles ist möglich! Dafür musst Du nicht mal glauben, sondern es reicht, wenn Du uns schreibst und Deinen Use Case schilderst. Wir haben eine Lösung.
Das war nur ein erster kleiner Einblick. In den kommenden Wochen werden wir Dich immer mal wieder abholen zum Stand in der 923b.