NewsSnack-Archiv · 2022

NewsSnack KW 16/2022 – Formel 1 auf Netflix, Reacher-OOH & Walking Billboards

Von Marco Morinello · NewsSnack-Archiv · 2022

Aus dem Archiv Diese Ausgabe stammt aus meinem wöchentlichen Marketing-Newsletter NewsSnack. In KW 16/2022 geht es um den Netflix-getriebenen Formel-1-Boom, aufmerksamkeitsstarke Außenwerbung für Reacher, die neuen „Walking Billboards" aus den USA – und darum, warum Meinungsvielfalt im Team so wertvoll ist.

Einleitung: Themen, die begeistern

Freitag, Zeit für den neuen NewsSnack. So viele Spots und Themen, die mich begeistern: Apple, Schweiz Tourismus, Flat Easter Egg von Ikea – für mich wirklich alles richtig gut. Und bei Dir so? Themen dabei im Newsletter, die Dich überraschen, erfreuen oder Deinen Wissensdurst stillen? Wenn ja, schreib uns gerne. Wenn nein, sag uns, was Dich interessieren könnte. Wir lernen schließlich jeden Tag dazu. Aber jetzt erstmal viel Spaß mit dem NewsSnack. Kurz & knackig – wie immer.

Braucht der Rennsport wirklich eine Netflix-Doku?

Hast Du schon „Formula 1 – Drive to Survive" auf Netflix gesehen? Wenn Christian Horner, Teamchef Red Bull Racing, sagt, dass die Serie dem Rennsport vor allem in den USA einen Riesenboom beschert hätte, die Rennställe deutlich wertvoller sind und das ganze Renngeschehen davon profitiert, werde ich neugierig. Wenn Ola Källenius, seit dem 22. Mai 2019 Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group AG, in die gleiche Kerbe schlägt, wird es spannend.

Braucht es nach über 50 Jahren Rennserie tatsächlich eine Netflix-Doku für den Boom? Das vielleicht nicht, wichtiger ist dann noch eine Saison wie die vergangene. Aber wer eine breite Masse vor allem junger Menschen erreichen will, hat mit Netflix eine große Chance. Gleiches gelang bereits ManCity mit Amazon Prime oder auch den Dallas Cowboys. Wer sich dafür interessiert, dem sei vor allem der OMR-Podcast mit Christian Horner empfohlen, aber auch Ola Källenius gab interessante Einblicke in den Automarkt.

Zur Serie auf Netflix

OOH: Stärke zeigen – Reacher auf dem Podium der Außenwerbung

Der richtige Einsatz von Außenwerbung: großflächig & aufmerksamkeitsstark! Beispiel gefällig? Singleframe hat für seinen Kunden Amazon Prime Video die Serie Reacher aufs Podium der Außenwerbung gehoben. Das besondere Merkmal des Serienhelden? Stärke. Und damit spielt die Kampagne. Entweder zieht er eine Häuserfassade zur Seite oder reißt einen Bus auf. Das Ergebnis: phänomenal! Einfach mal reinschauen und inspirieren lassen für die nächsten OOH-Kampagnen. Wenn Ihr Ideen braucht, meldet Euch gerne. Wir haben mittlerweile weltweit so viele Kampagnen gesehen – wir bekommen schon einen Knaller-Auftritt hin.

Zum Post von Singleframe

OOH: Walking Billboards – ein neuer „Touchpoint"?

Während Genf ab 2025 werbefrei wird, sieht der Alltag weltweit doch anders aus. OOH und zunehmend auch DOOH bestimmen die Innenstädte und stark frequentierte Orte. Auch wir sind Fans von Außenwerbung. ABER: Die Flächen müssen Top-Lagen haben, groß und sichtbar sein. Viel zu oft verstecken sich hunderte kleine Flächen hinter geparkten Autos, in Seitenstraßen oder in Nischen, in denen sie kaum gesehen werden. Neben der nicht vorhandenen Refinanzierbarkeit sorgen diese Flächen auch nicht gerade für das beste Image von Außenwerbung.

Dazu gesellt sich jetzt meiner Meinung nach ein neuer „Touchpoint" – wenn man ihn denn so nennen darf –, den ich zumindest in Deutschland so noch nicht gesehen habe. In den USA schnallen sich Menschen LED-Boards um und laufen durch die Einkaufsstraßen – immer auf der Suche nach dem nächsten Blickkontakt. Ich finde das wirklich schwierig. Aber was meint Ihr?

Meinungsvielfalt ist großartig

Verschiedene Perspektiven auf Themen erleben wir in unserem Team täglich, und genauso muss es sein. Beispiel gefällig: Charles und ich schauten uns den Apple-Spot „Doin' Laps" (hier) an, den ich ziemlich cool finde – die Atmosphäre, die Idee, der Junge. Ich fand es großartig, auch wenn die Kernaussage mit der Batterie-Laufzeit eher fragwürdig ist, aber gut. Meinung Charles: Bei mir passiert da gar nix!

Bei uns beiden – und da kamen wir ursprünglich her – passiert beim neuen Spot von Apple zur „Apple Card" (hier) so gar nix. Dagegen flippe ich förmlich aus beim neuen Spot von Schweiz Tourismus mit Roger Federer und Anne Hathaway. Ratet? Genau, bei Charles passiert auch da nichts. Wir werden die nächsten Wochen feststellen, bei welchen Spots auch Charles ausflippt. Übrigens: Katrins nächster Urlaub geht wahrscheinlich in die Schweiz, also so ganz allein bin ich nicht mit meiner Meinung.

Die beste Zeit zum Posten? Hab Spaß

Jede Woche eine neue Studie: Wann ist die beste Zeit, um auf welchem Kanal was zu posten?! Ich blende das mittlerweile aus, offen gesagt. Ja, es gibt Leitplanken, an die man sich halten sollte. Halte Dich an grundsätzliche Regeln, damit Dein Post die Chance hat auf Reichweite. Mitten in der Nacht zu posten spricht erstmal nicht für viele schnelle Reaktionen und hohes Engagement.

Aber ansonsten gilt aus meiner Sicht: Hab Spaß bei dem, was Du machst. Achte nicht auf jeden Like. Analysiere Deine Zielgruppe und Deine Posts. Wann hast Du mit Deinem Post die beste Performance? Teste die verschiedenen Kanäle und finde Deinen Weg. Wer einen kleinen Überblick für die Leitplanken haben möchte: Go for it.

Archiv-Ausgabe des NewsSnack von Marco Morinello, ursprünglich erschienen 2022. Meinung und Wortlaut sind bewusst unverändert übernommen.