David packt mich – Testimonial-Power bei Bowers & Wilkins
Möchtest Du mal den Unterschied sehen zwischen einer Werbung mit einem bekannten Testimonial und ohne? Ich bin bei der Anzeige von Bowers & Wilkins für ihren Kopfhörer hängen geblieben. Ja, das liegt auch an meiner Affinität zu Kopfhörern, aber auch weil mein Lieblingstestimonial David Beckham diese aufhat. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich weiter gewischt.
Dann kommt natürlich das, was auf Social-Media kommen muss, ich werde zugeschissen mit Anzeigen von Kopfhörern. Bose, Sennheiser, Sonos und Co. wollen mich jetzt auch packen. Schaffen sie aber nicht, sie haben keinen David Beckham. Geht's Dir auch so? Oder stehe ich da allein mit meiner Meinung. Ab in die Kommentare.
MrBeast im Supermarktregal – wenn der Handel bei umstrittenen Testimonials wegsieht
MrBeast, 26-jähriger US-Youtuber mit 314 Mio. Abonnenten, hat sich nicht nur sein eigenes Burger-Konzept gebaut, er vertreibt auch Schokolade. Die Mr. Beast „Feastables" sind auch in deutschen Supermärkten zu finden, darunter jetzt ebenso Edeka.
Der Content-Creator vertreibt aber nicht nur Burger und Schokolade, er steht aktuell auch in der Kritik zu Arbeitsbedingungen und Betrug bei seinen Videos. Von übergriffigem Verhalten über gestellte Videos, die als authentisch und ehrlich verkauft werden ... Youtube befindet sich aktuell in einer Schlammschlacht, in der jeder über jeden auspackt, auch in Deutschland. Und trotzdem entscheidet sich der Lebensmittelhandel, diese Produkte zu verkaufen?
Nachdem man sich bei Edeka von Nestlé-Artikeln verabschiedet, heißt man also undurchsichtige große Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens willkommen.
Von meiner Seite gibt es dafür kein Verständnis, denn selbst der Sender Sat1 zieht früh genug die Reißleine bei einer umstrittenen Person wie Luke Mockridge, der eine neue Show präsentieren sollte, aber in einem Podcast beim Thema Paralympics ganz falsch abgebogen ist.
Konsequenzen ziehen, kritischen Personen keine Bühne mehr bieten und immer gut beobachten, was die Testimonials von Hype-Produkten so treiben, gehört zur Markenkommunikation dazu. Besonders, wenn man sich als bedachtes Unternehmen verkauft. Doch stattdessen: „Parallel zum Start startet ab sofort eine deutschlandweite Aktion, bei der Kunden ihren Kassenbon der gekauften Feastables-Schokolade über einen QR-Code hochladen und so an einer Verlosung für ein MrBeast-Event Ende September teilnehmen können. Weitere Gewinnchancen verspricht der Beaster-Adventskalender, der auf den Social-Media-Kanälen von Edeka und Netto geteilt wird und auf dem Gewinne im Gesamtwert von rund 150.000 Euro ausgelobt sind."
Erfolg um jeden Preis – Nikes Winning-Serie, Teil III
„Winning isn't comfortable!" – Nach „Winning isn't for everyone" und „Winning is winning" also nun Teil III aus der Winning-Serie von Nike. Und im Gegensatz zu vielen Filmen, die niemals hätten fortgesetzt werden dürfen, kann ich Nike nur gratulieren. „Winning isn't comfortable!" kehrt wieder zurück von den Olympischen Spielen und landet bei uns allen im Herzen – zumindest bei allen, die den Satz unterschreiben: „If you don't hate running a little, you don't love running enough." Und das ist so wahr. Die drei Werbefilme spielen dabei natürlich mit den klassischen No-Excuses-Klischees: schlechtes Wetter, am Ende der Kräfte, früh morgens aufstehen.
Der ein oder andere wird jetzt sagen, „bisschen abgedroschen" oder „wirklich Nike? Noch immer auf die Art?", aber ja, genau auf die Art. Denn nur da trifft man Läufer ins Herz, sprach der Ex-Sportler. Zwei Daumen nach oben. Für mich ist Nike aktuell wieder richtig stark.
Pitstop agiert kopf-los – eine KI-Bild-Panne in der Recruiting-Anzeige
„Hey Abteilung Grafik, wir benötigen noch ein Symbolbild für unsere Recruiting-Anzeige. Wir suchen einen Kfz-Meister als Filialleiter." Antwort: Machen wir! So stelle ich mir das Gespräch bei Pitstop vor. Und die Abteilung Grafik hat geliefert. Ein schlechtes KI-Bild, bei dem irgendjemand auf die Idee kommt, dass man als Kfz-Meister im Blaumann gerne mal eine dicke Uhr trägt. Das ist aber alles gar nicht das Problem. Das KI-Tool oder die Nachbearbeitungskünste der Grafik scheinen den Kopf nicht so gut hinbekommen zu haben. Oder warum wird der abgeschnitten? Agiert man bei Pitstop kopflos? Oder bekommt man gar den „Kopf abgehackt" bei schlechter Arbeit. Komm, genug mit lustig, das ist echt schlecht und geht so nicht.
Safety first! – der Volvo-Spot, der mich mitgenommen hat
Wenn meine Frau sagt: „Schau mal, kennst Du die Werbung, die ist ziemlich cool", dann schaue ich mir diese natürlich an. In dem Fall von Volvo hatte ich gar nicht so eine hohe Erwartungshaltung, aber der Spot hat mich wirklich mitgenommen. Er dauert 3:45 Minuten. Aber zu den Lesern, die gerade nicht gehetzt sind, kann ich nur sagen: Den müsst Ihr Euch anschauen! Sehr emotional, extrem schön aufgelöst, stellt sich der heimliche Star, der Volvo EX90, nicht ins Rampenlicht, sondern sorgt gekonnt mit Understatement für das, wofür er und die Marke Volvo steht: Sicherheit.
Und wenn Du wissen willst, wie viel Liebe die Volvo-Follower für ihre Lieblingsmarke haben, schau gerne auf Instagram vorbei. Und Volvo antwortet sogar. Wahnsinn, alles zu schön, um wahr zu sein!
KI-Corner: Echtes Foto oder KI-Bild? Das T3n-Quiz
Ein kleines Spiel für Zwischendurch gefällig? T3n hat ein Quiz zum Thema KI-Bilder veröffentlicht und lässt erraten, welche Bilder mit KI und welche echte Fotos sind. Hier und da einfach, andere wiederum etwas schwieriger zu erraten. Meine Quote? 15 von 17 Bildern richtig geraten. Du möchtest Dich selbst testen?