Influencer-Move: DAK trifft Malte Zierden
Kennst du Malte Zierden? Das Nordlicht mit 639.000 Followern auf Instagram und 1,1 Millionen Followern auf TikTok ist bekannt dafür, sich häufig zu verletzen und die Unfälle mit seiner Community zu teilen. Jetzt fragt man sich „Wie oft verletzt er sich denn?" … Die Antwort ist „oft!". Anfang des Jahres erhielt er von seinem Standard-Krankenhaus eine selbst gebastelte Stempelkarte, nachdem er sich den Arm gebrochen hatte. Seine Krankenversicherung, die DAK, scheint ihm auf Social Media zu folgen und hat mitbekommen, dass er seine Versichertenkarte bei dem Versuch, seine Haustür aufzubrechen (er hat sich ausgesperrt), zerstört hat, und schickte ihm kurzerhand eine neue. Das Besondere daran? Sie haben ein Foto von ihm ausgewählt, auf dem er mit zwei blauen Augen und geschwollenen Wangen zu sehen ist. Idee und Umsetzung: grandios!
Malte macht ein TikTok/Reel daraus und 2,4 Millionen Menschen schauen sich das an.
Malte ist nicht nur bekannt für seine Verletzungen, er setzt sich auch für die Tier-Rettung in der Ukraine ein, baut ein Tierheim vor Ort, macht auf Missstände aufmerksam oder beherbergt auf einem Fenstersims im Bad den lieben Oscar. Eine Stadttaube, für die er quasi eine Miniaturwohnung gebaut hat.
Verrückter Typ, der das Erfolgsrezept mit Authentizität angerührt hat. Zwei Daumen nach oben für Malte und die DAK! Zu Maltes Reels
KI-Corner: Illustrator-Mock-ups und Photoshop Generative AI
Wir sind immer bereit zu testen und dazuzulernen. Darum haben wir uns letzte Woche zu einem KI-Meeting zusammengefunden und besprochen, welche Problembereiche im täglichen Arbeiten von einer KI unterstützt oder gelöst werden könnten und was es für Neuerungen oder Möglichkeiten bei Midjourney und Co. gibt.
Ich habe mir nach unserem Termin also ein paar Bilder schicken lassen – Fotos, die zwar aussehen wie KI-generiert, aber echt sind – und habe die Illustrator-Mock-up-Funktion unter die Lupe genommen und ein wenig mit der Photoshop Generative AI gespielt.
Folgende Erkenntnisse kann ich daraus zusammenfassen: Die Mock-up-Funktion bei Illustrator funktioniert auf glatten und klaren Flächen. Faltige Pullover und Objekte im Vordergrund werden noch nicht so gut umgesetzt. Es werden diverse Mock-ups zum hochgeladenen Foto empfohlen, die man direkt im Adobe-Store kaufen und verwenden kann. Die kurzen Wege und Inspirationen direkt im Programm sind eine super Sache, die viele Klicks erspart.
Ergebnis: Generative AI kann schon ordentlich was, muss aber noch ebenso viel lernen wie die Mock-up-Funktion. Für mich persönlich ist vieles noch nicht „echt" oder eher realistisch genug. Vielleicht sollte ich meine Ansprüche anpassen, vielleicht müssen viele Kreative noch etwas mehr Futter geben, damit gelernt wird. Können und KI zusammen kann aber eine große Zeitersparnis bewirken.
CDU: Spott für den Imagefilm
Häme von allen Seiten für den Imagefilm der CDU, der das neue Corporate Design der Partei vorstellen sollte. Warum? Nach 19 Sekunden ist im äußeren rechten Balken ein Gebäude mit Glaskuppel zu sehen, das wohl der Reichstag in Berlin sein sollte, ihn aber nicht zeigt – sondern den ehemaligen Präsidentenpalast Georgiens in Tiflis. Die CDU hat bereits reagiert und es mal lustig versucht: „Hey Community! Wir hatten viele Kuppeln zur Auswahl – und haben uns jetzt für die richtige entschieden." Immer wieder merkwürdig, wie solche Fehler passieren. Die Abnahme hat bestimmt ein ganzer Plenarsaal voller kluger Menschen gemacht. Aber shit happens, davon können wir uns auch nicht freisprechen. Was mich übrigens mehr stört? Das neue Design mit den drei Balken wird gnadenlos 1 Minute und 6 Sekunden durchgezogen. Dass man die Balken als zentrales Element nimmt, Haken dran. Aber sie lassen so wenig Spielraum im Design, die kleinen Clips sind kaum zu erkennen. Warum spielt man nicht etwas mehr mit der Form am Anfang und Ende, hat aber in der Mitte des Films auch mal die Chance, vollflächig Bilder zu zeigen? Was denkst du?
Petolo: Wenn Tiere Versicherungen erklären
Kennst du schon Uschi? Normalerweise werde ich so von meiner besten Freundin genannt, in diesem speziellen Fall geht es aber um eine Hunde-Dame, die diesen Namen trägt und Star eines Kampagnenclips von Petolo ist. Gemeinsam mit dem Kater „Holger" klärt sie darüber auf, welche Leistungen in der Tierversicherung inbegriffen sind. Im zweiten Kampagnenclip sitzen zwei Rottweiler bei einem Beratungsgespräch mit einem Pudel.
Die Frage ist: Was halten wir davon? Ich muss sagen, ich kann jeden Zweibeiner verstehen, der die Clips kitschig findet. Auf der anderen Seite kann ich es gut nachvollziehen, wenn der Clip besonders bei Menschen, die schon eine Fellnase besitzen, zündet. So manches Haustier hat mehr Charakter als das ein oder andere menschliche Wesen, da stellt man sich gerne den kleinen Piccolo (Name ausgedacht) als Versicherungsberater vor.
Das Rad ist mit sprechenden Tieren nicht neu erfunden, aber gut umgesetzt. Ebenso ist die Landing-Page attraktiv und übersichtlich gestaltet. Das ergibt insgesamt zwei Daumen nach oben für Petolo. petolo.de
KI-Corner: Spotify übersetzt Podcasts
Verrückt, aber eine logische Konsequenz aus den Fortschritten der letzten Woche. Das war meine Reaktion auf die Nachricht, dass Spotify jetzt Podcasts in verschiedenen Sprachen anbietet, alles mit der Original-Stimme des Native Speakers. Also gibt es bald Bildungs-Podcasts auch auf Italienisch, Spanisch oder Englisch. Ein großer Hebel für alle Beteiligten. Die Reichweite der Podcasts wird signifikant steigen, jedes Thema bekommt ein internationales Publikum. Und Spotify? Mehr Reichweite, mehr Relevanz, mehr Werbung, mehr Geld! Zum Bericht bei t3n
KI-Corner: Talk to me, ChatGPT
Die spannende Frage nach einem ersten Hype ist immer: Wie geht es weiter? Und ich kann dir sagen, nur weil es die letzten Wochen ruhiger geworden ist in der KI-Corner, heißt das noch lange nicht, dass nichts passiert. Im Gegenteil: Mit ChatGPT kannst du jetzt sprechen bzw. Bilder hochladen und nach Lösungen fragen. Ein mögliches Anwendungsbeispiel siehst du hier bei LinkedIn. Oder stell dir vor, dein Grill funktioniert nicht: Foto machen, hochladen, nach dem Problem fragen und Lösungsansätze bekommen – und das alles in einem Gespräch per Spracheingabe. Das ist „next Level" und wird für viele Nutzer kleine Probleme im Alltag lösen. Für OpenAI ist klar: Die Sprachfunktion „öffnet die Türen zu vielen kreativen und auf Barrierefreiheit ausgerichteten Anwendungen", so das Unternehmen in einem Blog-Post laut Heise.
Die Funktionen werden in den kommenden Tagen ausgerollt. Stand 27.9. habe ich sie noch nicht, kann es aber kaum abwarten.
LaLiga: Das digitale Tor
Sonntagabend, Zeit für einen Fußball-Leckerbissen: Atlético Madrid gegen Real Madrid. Nach dem frühen Tor durch Morata poppt auf dem Bildschirm ein QR-Code auf, dieser bleibt ein paar Sekunden stehen und verschwindet dann – zu schnell für mich. Bei einem normalen Spiel von Atlético hätte ich keine zweite Chance bekommen, aber dieses Mal trifft Griezmann noch in Hälfte 1, ich springe auf, scanne den Code und gelange auf golball.com. Ich kann den Ball, mit dem das Tor erzielt wurde, ersteigern.
Mein erster Impuls: Mega Idee. Die Suche nach dem guten Zweck – davon war ich ausgegangen – endet ergebnislos. Denn darum geht es nicht. Eher ist das Ziel, die eindeutig identifizierten und zertifizierten Bälle als digitale Sammlerstücke ins Netz zu bringen, damit ein reges Geschäft entsteht. Die Idee bleibt smart, Off- und Online werden smart kombiniert und die Zertifizierung der Bälle ist auch schlau. Alle Superstars der „LaLiga" sind Testimonials. Damit bekommt die Aktion eine große Bühne. Aber: Warum nicht diese Aufmerksamkeit nutzen, um auch etwas Gutes zu tun? Das wäre in dem Kontext einfach gewesen. Die Jugend von kleinen Vereinen bekommt beispielsweise Bälle gespendet, hätte auch noch auf die Idee eingezahlt. Von mir also nur einen Daumen zur Seite.
Wie läuft eigentlich … grndios?
Start: 01.08.2023, 1. Update: 29.08.2023, 2. Update: 29.09.2023.
36 (+12) Beiträge auf Instagram mit 117 (+4) Followern. 10 (+7) Reels. TikTok steht bei 24 (+17) geposteten Beiträgen, die durchschnittlich 250–300 Views belohnt wurden, mit Ausnahme eines Beitrags, der mehr als 3.800 (+2.884) Views erreichte. Warum? Weil wir Views gekauft haben. 12 € für 2.500 Views. Wozu machen wir das? Wollen wir nicht authentisch sein? Doch, darum erzählen wir ganz transparent davon. Wir wollen testen. Schauen, ob sich das Kaufen von Views für einen Beitrag auf die allgemeine Reichweite und weiteren Viewzahlen auswirkt. Bisher eher nicht, aber wir beobachten das noch ein wenig. Was wir sagen können: Bei dem Video sind mehr als +2.500 Views rumgekommen. Insgesamt hat unser TikTok-Kanal 241 Likes und 15 Follower. Neugierig sein, verschiedene Dinge ausprobieren und offen sein bildet bislang eine gute Grundbasis, um TikTok und Social Media generell verstehen zu lernen. Bei den Zahlen ist noch Luft nach oben.