2. Okt. 2026

Warum Google Verlagen nur Peanuts zahlt und ChatGPT-Werbung nach Kontext statt Keyword schaltet

Google vergütet Publisher jetzt dafür, dass ihre Inhalte in KI-Antworten landen: 0,1 Prozent der Werbeerlöse. Marco nennt das Peanuts und erklärt, warum sowohl Medienhäuser als auch KI-Player voneinander abhängen. Außerdem: Wie Werbung in ChatGPT funktioniert, was der KIDS Act für Chatbots bedeutet und wie du deine Geschäftsidee von KI zerlegen lässt, bevor du Zeit reinsteckst.

Warum Google Verlagen nur Peanuts zahlt und ChatGPT-Werbung nach Kontext statt Keyword schaltet

Wie funktioniert Werbung in ChatGPT und warum zählt Kontext statt Keyword?

Werbung in ChatGPT läuft über Kontext, nicht über klassische Keywords. Wenn jemand schreibt "Ich bin unzufrieden mit meinen Überstunden", kann deine Anzeige erscheinen, weil die Situation passt. Das hat ChatGPT Marco erklärt, als er als Agentur Werbung schalten wollte. OpenAI hat sich bisher nicht zurückgemeldet, aber das Prinzip steht: Du schaltest nicht auf Suchbegriffe, sondern auf Nutzungssituationen. Für KI-Sichtbarkeit im Mittelstand bedeutet das, dass du deine Lösung dort platzierst, wo deine Zielgruppe ihr Problem beschreibt.

Warum zahlt Google Verlagen nur 0,1 Prozent der Werbeerlöse für KI-Antworten?

Google vergütet Publisher dafür, dass ihre Inhalte in AI Overviews und anderen KI-Antworten landen. Die Summe: 0,1 Prozent der Werbeerlöse. Marco nennt das Peanuts. Manuel rechnet vor, dass das in einem Jahr vielleicht auf drei bis sechs Prozent steigt. Der Grund für die niedrige Summe liegt auf der Hand: ChatGPT, Claude und Gemini schreiben selbst keine einzige Nachricht. Sie brauchen die Medienhäuser. Gleichzeitig brauchen die Medienhäuser die KI-Player, weil sie sonst keine User haben. Diese Abhängigkeit macht die Verhandlungsposition beider Seiten schwach.

YouTube und Reddit verlieren angeblich Sichtbarkeit in KI-Antworten, sobald sie weniger kooperieren. Das zeigt die Gefahr: Wer sich nicht einbindet, wird unsichtbar. Wer sich einbindet, bekommt Peanuts.

Wie lässt du deine Geschäftsidee von KI zerlegen, bevor du investierst?

Marco wollte das Funnel-Tool Perspective nachbauen. Statt sofort loszulegen, hat er Claude Opus 5.5 und ChatGPT Astra gefragt: "Sei superkritisch, roast me, grill me." Beide KI-Modelle haben ihm ehrlich gesagt, dass kein Geschäftsmodell dahintersteckt. Dieses Pre-Mortem spart dir Wochen. Du lässt die KI deine Idee auseinandernehmen, bevor du Zeit reinsteckst. Das funktioniert mit jedem Produkt, jeder Kampagne, jedem Projekt. Du bekommst eine ehrliche Antwort, ohne dass ein Mensch Rücksicht auf deine Gefühle nehmen muss.

Für Mittelständler, die individuelle KI-Lösungen entwickeln wollen, ist das eine Pflichtübung. Du sparst Budget, bevor du es verbrennst.

Was bedeutet der KIDS Act für KI-Chatbots und Unternehmen?

Der KIDS Act ist ein geplantes EU-Gesetz zum Schutz von Kindern im Netz. KI-Anbieter dürfen kein Verhalten einsetzen, das Beziehungen so simuliert, dass emotionale Abhängigkeiten entstehen. Das klingt sinnvoll, ist aber schwer umsetzbar. Woher soll ein Chatbot wissen, dass ein Kind fragt? Es gibt keine Altersverifikation in den meisten KI-Tools. Für dich als Entscheider heißt das: Wenn du KI-Chatbots einsetzt, musst du dokumentieren, wie du Minderjährige schützt. Das gilt nicht, wenn dein Tool nur intern läuft.

Was sind Mods in Claude Code und warum sind sie besser als Skills?

Claude Code Mods sind eine neue Funktion von Anthropic. Sie wirken wie ein Wächter mit festen Regeln über der Arbeit mit Claude. Ein Skill bittet Claude dagegen nur in natürlicher Sprache um etwas. Das kann übersehen werden. Ein Mod setzt harte Leitplanken. Wenn du zum Beispiel willst, dass Claude nie einen bestimmten Code-Stil benutzt, definierst du das als Mod. Claude hält sich daran, ohne dass du es jedes Mal wiederholst. Für Agenturen und Entwickler im Mittelstand ist das ein Gamechanger, weil du Qualität standardisierst.

Fazit

Google zahlt Verlagen Peanuts, weil beide Seiten voneinander abhängen. Werbung in ChatGPT funktioniert über Kontext, nicht über Keywords. Du kannst deine Geschäftsidee von KI zerlegen lassen, bevor du Geld verbrennst. Der KIDS Act fordert Kinderschutz, den niemand wirklich umsetzen kann. Und Mods in Claude Code setzen harte Regeln, die Skills nicht bieten. Mehr dazu hörst du täglich im KI-Snack.

Häufige Fragen zu KI-Sichtbarkeit und KI-Werbung

Bezahlt Google Verlage für Inhalte in KI-Antworten?

Ja, Google vergütet Publisher dafür, dass ihre Inhalte in AI Overviews und anderen KI-Antworten landen. Die Summe liegt laut Folge bei 0,1 Prozent der Werbeerlöse. Das gilt nicht für Inhalte, die Google ohnehin crawlt und nicht explizit lizenziert.

Wie funktioniert Werbung in ChatGPT?

Werbung in ChatGPT schaltet auf Kontext, nicht auf Keywords. Wenn jemand seine Situation beschreibt, etwa "Ich bin unzufrieden mit meinen Überstunden", kann deine Anzeige erscheinen. Das gilt nicht für klassische Suchanfragen wie in Google.

Was ist der KIDS Act und wen betrifft er?

Der KIDS Act ist ein geplantes EU-Gesetz zum Schutz von Kindern im Netz. KI-Anbieter sollen kein Verhalten einsetzen, das emotionale Abhängigkeiten erzeugt. Das gilt nicht, wenn dein KI-Tool nur intern im Unternehmen läuft.

Was sind Mods in Claude Code?

Mods sind eine neue Funktion von Anthropic für Claude Code. Sie setzen feste Regeln über der Arbeit mit Claude. Ein Skill bittet Claude dagegen nur in natürlicher Sprache um etwas. Das gilt nicht für alle Claude-Versionen, nur für Claude Code.

Wie lasse ich meine Geschäftsidee von KI prüfen?

Du fragst Claude oder ChatGPT: "Sei superkritisch, roast me, grill me." Marco nennt das Pre-Mortem. Du bekommst eine ehrliche Antwort, ob sich die Idee lohnt. Das gilt nicht für komplexe strategische Fragen, die echte Marktdaten brauchen.

Von Marco Morinello · 2. Okt. 2026

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