7. Sep. 2026
Chief AI Officer? Marco nimmt seine eigene Empfehlung zurück
Monatelang haben wir in Vorträgen gesagt: Holt euch einen CAIO. Heute sagt Marco das Gegenteil. Die KI-Strategie gehört zum CEO, nicht in eine Stabsstelle. Warum diese Kehrtwende nach zwei Jahren Projekterfahrung kommt und was stattdessen funktioniert.

Braucht dein Unternehmen einen Chief AI Officer?
Nein, braucht es nicht. Nach zwei Jahren KI-Projekten im Mittelstand revidiert Marco seine eigene Empfehlung: Die Position eines Chief AI Officer (CAIO) wird oft geschaffen, damit sich der CEO nicht mehr selbst mit KI beschäftigen muss. Genau darin liegt das Problem. Die strategische Entscheidung über KI ist keine Stabsaufgabe, sondern gehört in die Geschäftsführung, denn es gibt keine wichtigere Weichenstellung für die nächsten Jahre. Operativ braucht es aber sehr wohl jemanden im Haus, der das Thema täglich vorantreibt: den AI-Catalyst.
Was unterscheidet den AI-Catalyst vom CAIO?
Der AI-Catalyst ist eine operative Rolle. Diese Person oder kleine Abteilung setzt KI-Projekte um, führt Werkzeuge ein und befähigt Kolleginnen und Kollegen im Tagesgeschäft. Anders als ein CAIO sitzt sie nicht in der Geschäftsführung und formuliert keine Strategie. Die Strategie bleibt beim CEO. Der AI-Catalyst arbeitet 24/7 an der Umsetzung, der CEO gibt die Richtung vor und kann diese Verantwortung nicht delegieren. Externe Berater taugen für die Ramp-up-Phase, nicht als Dauerlösung.
Südkorea baut nationale KI für 51 Millionen Einwohner
Südkorea startet sein nationales KI-Ökosystem unter dem Motto „AI for All". Beteiligt sind SK Telekom, Kakao und KT. Für 512 Nvidia B200 GPUs zahlt das Land zwischen 25 und 32 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Deutschland hat 83 Millionen Einwohner, aber von einer vergleichbaren nationalen Initiative hört man nichts. Die Schwarz-Gruppe steckt rund 6 Milliarden Euro in Rechenzentren in Rostock, doch eine übergreifende Strategie fehlt.
Mehr zu KI-Sichtbarkeit für dein Unternehmen erfährst du auf unserer Leistungsseite.
Nvidia kauft Hugging Face für 12,9 Milliarden Dollar
Nvidia hat Hugging Face übernommen, die wichtigste Plattform für offene KI-Modelle. Der Kaufpreis: 12,9 Milliarden Dollar. Das passt zur Ankündigung kompakter KI-Server für zu Hause, auf denen praktisch jedes Modell läuft. Auch Kevin Durant profitiert: Seine 250.000 Dollar Investment sind heute rund 60 Millionen wert. Salesforce und Anthropic stehen seit Februar rund 40 Prozent im Plus. Das Urteil „SAP und Salesforce sind tot" kam zu früh.
Warum viele CRMs immer noch Excel-Tabellen sind
In unfassbar vielen Unternehmen ist das CRM immer noch eine Excel-Tabelle. Salesforce und SAP wurden voreilig totgesagt, dabei laufen genau diese Systeme in der Breite des Mittelstands nach wie vor. Die Herausforderung liegt nicht in der Technologie, sondern in der Implementierung und Nutzung. Wer KI im Unternehmen verankern will, braucht beides: operativ jemanden, der das Thema treibt, und einen CEO, der die Strategie selbst vorgibt.
Unsere Werbeagentur in Köln begleitet Mittelständler bei der digitalen Transformation.
Fazit
Der CEO darf es sich nicht leicht machen, indem er sagt: Ich stelle einen CAIO ein. Es ist dein Job. Es gibt keine wichtigere, strategischere Entscheidung für die nächsten Jahre. Die operative Arbeit gehört zum AI-Catalyst, die Verantwortung bleibt beim CEO. Mehr dazu hörst du im KI-Snack, dem täglichen Podcast von Marco und Manuel.
Häufige Fragen zu KI-Rollen im Unternehmen
Warum sollte der CEO die KI-Strategie nicht delegieren?
Weil KI die wichtigste strategische Weichenstellung der nächsten Jahre ist. Ein CAIO wird oft eingestellt, damit der CEO sich nicht mehr damit beschäftigen muss. Genau das ist der Fehler. Das gilt nicht, wenn der CEO selbst keine digitale Kompetenz mitbringt und diese erst aufbauen muss.
Wer setzt KI-Projekte im Unternehmen um?
Das macht der AI-Catalyst, eine operative Rolle für die tägliche Umsetzung. Diese Person oder Abteilung führt Werkzeuge ein, schult Kolleginnen und Kollegen und treibt Projekte voran. Das gilt nicht für die Strategieebene, die bleibt beim CEO.
Was kostet nationale KI-Infrastruktur?
Südkorea zahlt für 512 Nvidia B200 GPUs zwischen 25 und 32 Millionen Dollar. Die Schwarz-Gruppe investiert rund 6 Milliarden Euro in Rechenzentren in Rostock. Das gilt nicht für kleinere Unternehmen, die mit Cloud-Lösungen starten können.
Warum kauft Nvidia Hugging Face?
Nvidia sichert sich für 12,9 Milliarden Dollar die wichtigste Plattform für offene KI-Modelle. Das passt zur Strategie kompakter KI-Server für den Heimgebrauch, auf denen praktisch jedes Modell läuft. Das gilt nicht für geschlossene Systeme wie ChatGPT oder Claude.
Sind Salesforce und SAP wirklich tot?
Nein, das Urteil kam zu früh. Salesforce und Anthropic stehen seit Februar rund 40 Prozent im Plus. In vielen Mittelstandsunternehmen läuft das CRM immer noch als Excel-Tabelle, die Implementierung klassischer Systeme bleibt eine Herausforderung. Das gilt nicht für Unternehmen, die bereits moderne Cloud-CRM-Systeme nutzen.
Von Marco Morinello · 7. Sep. 2026
Klingt relevant für dich?
Lass uns über deine KI-Sichtbarkeit reden
Wir prüfen, wo du in den KI-Antworten stehst und was zu tun ist. Ehrlich und unverbindlich.
Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags · unverbindlich & ehrlich